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Literatur

Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß

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Mittwoch, den 04. November 2015 um 09:59 Uhr
Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß 4.6 out of 5 based on 90 votes.
Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß 2

Hintergründe, Bezüge und Wissenswertes zur Arbeitsweise und zu den Informationsquellen des Autors lesen Sie bitte am Ende jeder Folge:

Achtundvierzig Stunden hatte er geschlafen. Als er nach der Morgentoilette im Salon erschien, stand das Frühstück schon bereit. Sein Gastgeber begrüßte ihn so herzlich, dass Cording sich fragte, ob er mit diesem Mann im Wodkarausch eine unverbrüchliche Freundschaft geschlossen hatte, an die er sich nur nicht erinnerte. Zwar war ihm bewusst, wer sein Gegenüber war und wo er sich befand, aber alle anderen Details ihrer Begegnung waren ausgelöscht.
Er setzte sich an den Tisch, der prunkvoller nicht hätte gedeckt sein können. Von der brokatverzierten seidenen Tischdecke, den Kristallkaraffen, dem Kerzenleuchter, der üppigen Obstschale über das Besteck bis hin zu dem mit dem Privatwappen des Hausherrn verziertem Geschirr spürte er die Macht eines überlegenen Milieus.
„Was ist passiert?”, fragte Cording, als er Platz genommen hatte.
„Sie hatten einen Nervenzusammenbruch”, sagte Timofejew und schenkte Kaffee ein. „Nichts Ernstes, eine Überspannung des Gehirns. Der Arzt meint, dass Sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinden, wie er sich häufig nach traumatischen Erlebnissen oder lang anhaltendem Stress einstellt. Er nannte es eine akute seelische Belastungssituation. Aber das wird schon wieder, meinte er. Was Sie jetzt am dringendsten nötig haben, ist Ruhe. “
Timofejew schälte eine Orange, reichte sie Cording und köpfte sein Frühstücksei.
„Ich habe mit Ihrem Chefredakteur gesprochen. Ich wusste gar nicht, dass sie in der Redaktion als verschollen galten. Jedenfalls war er hocherfreut, von Ihrem Verbleib zu hören. Er wird Sie morgen Nachmittag in Heathrow abholen.”
Die Verblüffung stand seinem Gast ins Gesicht geschrieben. „Ich habe keine Papiere”, gab Cording zu bedenken, „ich müsste zur Botschaft. Das dauert.”
„Sie brauchen keine Papiere. Sie fliegen in meinem Privatjet nach London.”
Für einen Normalsterblichen wie Cording war das nicht unbedingt eine logische Antwort. Aber in allerhöchsten Finanzkreisen galten offenbar andere Gesetze. Er hätte gerne gewusst, ob eine solche Einreise ins Vereinigte Königreich mit Geld erkauft wurde, oder ob man von den Grenzkontrolleuren allein deshalb durchgewunken wurde, weil man Timofejews Privatjet entstieg. Aber er verkniff sich die Frage und nahm stattdessen die Einladung des Schlossherrn zu einem Schachspiel an.

Das Gefährt, das Timofejew hatte vorfahren lassen, schien sich aus einem Comic verirrt zu haben und würde sich gewiss jeden Moment wieder dorthin verziehen. Cording hatte von diesen Monstern gehört, aber wenn man so ein Teil plötzlich in natura vor sich sah, blieb einem erst einmal die Spucke weg. Das war kein Auto, es war eine sexuelle Obsession! Und sexuelle Obsessionen waren (laut Freud) Privatreligionen.
Okay, was hatten wir hier? Wir hatten ein schwarz glänzendes, viereinhalb Tonnen schweres, sechs Meter langes und zweieinhalb Meter hohes Ungetüm aus der kanadischen Autoschmiede Conquest Vehicles vor uns, das im Katalog als „Conquest Knight XV” gelistet wurde, besser bekannt als „Der schwarze Ritter”. Der fünfhunderttausend Dollar teure Boulevardpanzer, zwischen dessen vergitterten Scheinwerfern Timofejews Wappen prangte, verfügte über eine Zehnzylindermaschine mit acht Litern Hubraum und entwickelte eine Höchstgeschwindigkeit von zweihundertvierzig Stundenkilometern. Die Karosserie bestand aus sieben Zentimeter starkem Panzerstahl. Wer glaubte, das Ding stoppen zu können, indem er ihm eine Handgranate unter den Bug warf, wurde lediglich Zeuge, wie der stählerne Unterboden die Explosion zum Tischfeuerwerk degradierte. Der schwarze Ritter war rundum mit gehärtetem Stahl armiert und mit vierundsechzig Millimeter dickem, schusssicherem Glas ausgestattet. Auf dem Dach war ein Maschinengewehr installiert, das der Beifahrer per Joystick in alle Richtungen lenken und betätigen konnte.
Cording vermochte seinen Blick von dem kantigen Koloss nicht abzuwenden, der ihn auf wuchtigen, tief profilierten Breitreifen in die Welt jenseits der Festungsmauern tragen sollte. Der Fahrer, das brikettartige Kinn sauber ausgerichtet, wartete geduldig an der hinteren Tür, die er, als sein Herr den seltsamen Gast behutsam am Ärmel packte, beflissen öffnete. Er half Cording über das hohe Trittbrett in die Passagierkabine, wechselte mit Timofejew einige Worte auf Russisch und setzte sich ins Cockpit ans Steuer. Während sie lautlos durch den Park glitten, sah sich Cording interessiert um. Er saß Timofejew auf einem der sechs elektrisch verstellbaren Ledersessel gegenüber. Der Innenraum erinnerte an ein modern eingerichtetes Konferenzzimmer. LED-Beleuchtung, ein ausgeklügeltes Soundsystem, Wand-Tablets mit Fernbedienung – es war so ziemlich alles vorhanden, was man für ein Businessmeeting im Bombenhagel so brauchte. Selbstverständlich befand sich auch ein Nachtsichtsystem mit Infrarotkameras an Bord.
„Der Wagen mag Ihnen vielleicht übertrieben vorkommen”, hörte er Timofejew sagen, „aber Sie werden gleich erleben, wie notwendig er ist. Übrigens”, fügte er schmunzelnd hinzu, „es gibt dieses Modell auch mit einer Lederausstattung aus Penishaut … vom Wal …”
Sein Freund Nikolaj, soviel hatte Cording inzwischen herausgefunden, gefiel sich gelegentlich in der Rolle des apathischen Witzboldes, der alle zum Lachen brachte – außer sich selbst. Aber vielleicht war das gar kein Witz.
„Kein Witz”, sagte Timofejew, als könne er Gedanken lesen. „Allerdings hatte ich keine Lust, mich auch noch mit den Tierschützern anzulegen …”

Als die äußere der drei Ringstraßen passiert war, die Moskaus Zentrum umschlossen, bogen sie auf die A 104, die zunächst Timiryazevsky Rayon, dann Beskudnikovskiy Rayon und schließlich Dmitrovskiy Rayon hieß. Je weiter sie nach Norden vorstießen, desto unwirklicher und gespenstischer wurde die Szenerie. Die schmutzigen Betonbauten unter dem schäbigen Nieselregen vermittelten den Eindruck, als sei die Natur selbst eine Industrie, die in einer Art dauerhafter Nachtschicht nichts als Düsternis produziert, und der Himmel war nur die Halde, auf der sie ihren Mist ablud. Mit jedem Kilometer wuchsen die Müllberge entlang der Straße, nahm die Zahl der umgekippten Autowracks zu. Inmitten einer schlammigen Ödnis, die von stinkenden Abwässern der am Horizont liegenden Wohnsilos nahezu gesättigt war, entwichen schwarze, von Funken durchsetzte Qualmwolken aus einem Güterzug.
Sie näherten sich einer dieser verschachtelten Hochhaussiedlungen, die sich am Rande der Stadt wie eine Schicht aus getrocknetem Eiter festgesetzt hatten. Kaum ein Fenster, das noch intakt war. Aus den Wohnungen flogen Gegenstände. Möbel, Papiere, Computer, Bettdecken, Kleidung. Unten in den Straßen wurden die Menschen wie Vieh zusammengetrieben und in vergitterte Busse verfrachtet. Ein einbeiniger Mann schwang sich auf Krücken um die Ecke, hinter der eine junge Frau vor der Leiche eines Kindes hockte und ihre Hände verzweifelt in den Himmel streckte, als wollte sie sich an ihm festkrallen. Ein Lautsprecherwagen patrouillierte vorbei und spuckte eine immer gleiche Botschaft aus, die sich zwischen den Skeletten der Betonkästen das Genick brach.
„Was hat das zu bedeuten?”, fragte Cording. „Ich meine, was erzählen die da?”
Timofejew ließ die Scheibe herunter und hörte eine Weile konzentriert zu. „Unsere Grenzen bleiben geschlossen”, übersetzte er, „die Deportationen illegaler Einwanderer werden fortgesetzt. Illegale Einwanderer zu verstecken ist ein Verbrechen! Schützen Sie unser Russland, melden Sie jede verdächtige Aktivität!”
Zum ersten Mal entdeckte Cording im Gesicht seines Gegenübers so etwas wie Scham.
„Nachdem sie der Hölle ihrer Heimatländer entkommen sind und es endlich bis hierher geschafft haben”, bemerkte Timofejew, „werden sie von unserer Regierung gejagt wie Küchenschaben. Dabei kommen die meisten aus ehemaligen Sowjetrepubliken. Irgendwo hier im Norden Moskaus hat sich eine Sekte gegründet. Sie nennen sich die Asketen. Ihre Mitglieder tauchen gelegentlich im Stadtzentrum auf, wo sie sich auf offener Straße geißeln, damit uns Vergebung erteilt werden möge.”
Er erwähnte dies ohne Ironie, als hätte er Verständnis für diese außergewöhnlichen Aktionen. Eine Herde verdreckter Schafe trabte über die Straße. Während der schwarze Ritter feststeckte, stürmte eine Horde aufgebrachter Jugendlicher mit Stöcken und Steinen bewaffnet auf sie zu. Der Bordschütze feuerte einige Salven über ihre Köpfe hinweg ab, und sah grinsend zu, wie die Meute das Weite suchte.

Die Straße, auf die sie nun zurückkehrten, war von Schlaglöchern übersät, aber bis zum Flughafen Scheremetjewo war es nicht mehr weit. Cording wandte den Blick von den entgegenkommenden Bussen. Er vermochte nicht länger in die angstgeweiteten Augen zu sehen, die ihn Hilfe suchend hinter vergitterten Scheiben ansahen wie Schlachtvieh. Rechts von ihm befand sich eine gigantische Müllhalde. Dies mochte einmal eine Grünanlage gewesen sein, jetzt war das Gelände rund um einen verwaisten Spielplatz, auf dem nur noch ein steinernes Nashorn aufrecht stand, mit Plastikdreck aller Art übersät. Inmitten dieses stillen Infernos saß eine ältere, zerlumpte Frau auf einer schräg stehenden Couch und blätterte in einem Buch.
„Können wir kurz anhalten?”, fragte Cording. Timofejew gab dem Fahrer ein Zeichen und so fuhren sie rechts ran. „Ich bräuchte noch ein wenig Kleingeld”, sagte Cording, kassierte ein Bündel Rubel und machte sich auf den Weg zu der Frau, der er sich auf den letzten Metern behutsam näherte.
Er sprach sie auf Englisch an, aber sie reagierte nicht, sie sah nicht einmal hoch. Cording setzte sich zu ihr, jetzt blickte sie zum ersten Mal auf, nicht überrascht, aber freundlich, wie er fand. Sie rückte das zerfledderte, gelbstichige Buch in ihre Mitte. Es handelte sich um einen voluminösen Fotoband aus dem Jahre 2018 mit dem Titel „Before they pass away” und enthielt Porträts von Menschen, deren Kulturen aufs Höchste bedroht waren. Inzwischen dürfte diese Sammlung noch einmal extrem ausgedünnt worden sein.
Die Frau blätterte um und sie sahen einen Kasachen mit seinem Adler auf einem weißen Pferd thronen, weit unter ihm schlängelte sich ein wilder Fluss durchs Gebirge. Die nächste Seite zeigte drei spärlich bekleidete Himba-Frauen in Namibia auf ihrem barfüßigen Marsch durch die Wüste. Besonders beeindruckt zeigte sich seine Sitznachbarin von den sieben im Kriegsornat posierenden, bunt bemalten Huli-Kämpfern im Hochland von Papua-Neuguinea. Die barbusigen jungen Mädchen aus dem Oma-Tal in Äthiopien mit ihren weiß geschminkten Gesichtern und den weißen Zicklein in den Armen hatten es ihr ebenfalls angetan, jedenfalls strich sie mit dem faltigen Zeigefinger mehrmals liebevoll über ihre Gesichter.
Erst jetzt entdeckte Cording, dass die Couch auf einem Stapel entsorgter Bücher stand, was ihre Schräglage erklärte. Seltsamerweise handelte es sich ausschließlich um englische Titel, von denen die meisten schon Schimmel angesetzt hatten. Er stocherte mit den Füßen in der faulenden Bibliothek herum und entdeckte ein relativ gut erhaltenes Exemplar seines englischen Lieblingsautors Martin Amis: „Information”. Nachdem er den zerrissenen Schutzumschlag entfernt hatte, drückte er der Frau das Bündel Rubel in die Hand und verschwand mit seiner literarischen Beute wieder in Richtung des wartenden schwarzen Ritters.
Fünfzehn Minuten später öffnete sich abseits der Terminals von Scheremetjewo ein Tor zum Rollfeld, auf dem der zweistrahlige Airbus Timofejews bereits auf ihn wartete. Ein letztes Winken auf der Treppe, dann durfte Cording feststellen, dass er der Einzige an Bord war. Abgesehen von den Piloten natürlich und den beiden reizenden Stewardessen, die ihm vor dem Start im Konferenzraum der Maschine ein Gläschen Champagner kredenzten.

Mike Kühlings Chalet lag an einem saftigen, steilen Hang oberhalb des Dörfchens Innervillgraten, das sich in der Morgensonne rekelte, als habe in ihm der Weltfrieden Asyl gefunden. Seit einer Woche war Cording nun zu Gast bei seinem Freund, der sich von seinem stattlichen Gehalt als Chefredakteur von EMERGENCY dieses prächtige Feriendomizil im Hochtal unweit des Osttiroler Pustertals gekauft und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt hatte. Die kleine Gemeinde war noch intakt, sie hatte dem Massentourismus in der Vergangenheit selbstbewusst die Stirn geboten. Hier gab es weder Lifte noch Pisten. Auch ein Hotel suchte man vergebens. „Uns fahlt nicht” – uns fehlt es an nichts – stand an der schmalen Zufahrtsstraße ins Innere Villgratental.
Das Chalet bestand eigentlich aus zwei Häusern, von denen das kleinere den Gästen vorbehalten war. Beide Gebäude waren aus Holz gebaut und standen auf stabilen Natursteinsockeln. Ausladende Schieferdächer nahmen sie im flachen Winkel unter ihre Fittiche, was ein Gefühl von Nestwärme vermittelte, garniert mit dem beißenden Geruch der Geranien, die in den umlaufenden Balkonkästen prächtig erblüht waren. Wenn der Wind günstig stand, vermischte sich die „Geranienkotze”, wie Cording es nannte, mit dem würzigen Geschmack von frisch geerntetem Heu.
Vielleicht, dachte er, sollte ich mal runter ins Tal, anstatt Tag für Tag auf dieser Terrasse zu hocken. Mich wieder vorsichtig den Menschen nähern, jemand freundlich grüßen und freundlich zurück gegrüßt werden … Aber er traute dem Frieden nicht, weder bei Tag noch nachts, wenn es am Himmel vor Sternen nur so wimmelte, sodass die Nacht selbst nicht wusste, was sie damit anfangen sollte.
Dieses grüne Tiroler Tal war nur eine Tapete auf dem rauen Untergrund nackter Realität. Sie war noch da draußen, die Welt, aber sie schien bereits sehr still und sehr weit weg – sie tat nicht mehr so weh. Glück ist gelinderter Schmerz, hatte mal jemand gesagt. Und deshalb, fand er, war er ziemlich glücklich. Zumal Mike, der nur wenige Meter nebenan wohnte, ihn in Ruhe ließ.
Es war ohnehin erstaunlich, wie souverän Mike Kühling mit der Situation umging. Sechs Jahre war Cording in Australien, China und Indien unterwegs gewesen. In dieser Zeit hatte er lediglich drei unabgesprochene Reportagen geliefert, ansonsten aber kein Lebenszeichen von sich gegeben. Sein Gehalt war trotzdem immer pünktlich überwiesen worden. Er mochte sich gar nicht vorstellen, welche Kämpfe Mike seinetwegen mit dem Verleger hatte ausfechten müssen.
Cording zog sich ins Zimmer zurück. Einen Moment war er versucht, ein paar Takte auf der Gitarre anzuschlagen, die Mike ihm in Verkennung seiner musikalischen Fähigkeiten aufs Zimmer gebracht hatte. Die Gitarre ist ein intelligentes Instrument, sie ist ein Instrument, das Vorschläge macht, sich aber als höchst ungnädig erweist, wenn jemand wie er diese Vorschläge umzusetzen versuchte. Um sich also jede Peinlichkeit zu ersparen, legte er das feine Stück zurück in den mit blauem Samt gefütterten Gitarrenkoffer und beförderte diesen mit einem energischen Tritt unters Bett.
Die Geste drückte Entschlossenheit aus, dabei war sie nur jämmerlich. Er hatte im Leben viele harte Männer gekannt. Aber die wirklich harten Männer sind die, die mit dem, was sie getan haben, leben können. Und er, das stand seit Jahren fest, konnte das nicht.
Mike Kühling blickte überrascht auf, als Cording kurz vor Mitternacht in der Bibliothek erschien.
„Stör ich?”
„Nein, nein, setz dich doch. Ich kann ohnehin nicht schlafen. Vollmond. Setz dich …”
Kühling hatte zwar damit gerechnet, dass sich sein Freund demnächst bei ihm blicken lassen würde, dennoch traf ihn der späte Besuch völlig unerwartet. „Du siehst gut aus”, sagte er, „irgendwie beseelt. Als hättest du eine Begegnung mit unseren Berggeistern gehabt.”
„Ich war am Schwarzsee.”
„Am Schwarzsee?! Alle Achtung…” Er schenkte Cording von dem Whiskey ein. Die beiden Männer tranken und saßen sich eine Weile schweigend gegenüber.
„Was hattest du eigentlich in Moskau zu suchen?”, fragte Kühling schließlich.
„Ich bin mit einer russischen Transportmaschine aus Mumbai ausgeflogen worden. Hat mich ’ne Menge Schmiergeld gekostet. Die Russen fliegen Mumbai einmal pro Woche an, um Medikamente zu liefern. Sie sind die Einzigen, denen in der Stadt ein Landerecht zugestanden wird. Ansonsten ruht der Flugverkehr. Der Schiffsverkehr übrigens auch.”
„Moment. Du warst in Mumbai?! Ja, bist du denn des Wahnsinns?!”
„Ein halbes Jahr habe ich da festgesteckt. Im Keller der deutschen Botschaft. War nicht lustig, glaub mir. Die Stadt steht unter Quarantäne, da kommt niemand mehr raus. Das Militär hat die Sache vollständig im Griff.”
Cording hielt sich das Glas an die Stirn, als wollte er seine Gedanken kühlen.
„Die Stadt ist quasi aufgegeben worden. Die Armee wirft Brandbomben über den Slums ab und es besteht der Verdacht, dass die Wasserwerke das Trinkwasser gezielt vergiften. Tja, Alter, es sind die Tode der anderen, die uns am Ende töten. Angesichts dieser Erkenntnis habe ich in Moskau doch noch eine sehr anständige Figur gemacht, findest du nicht?”
„Schreib darüber”, sagte Kühling, „schreib es auf. Die ganze dreckige Geschichte. Eine Reportage direkt aus der Hölle. Das bist du mir schuldig. Das bist du auch unserem Verleger schuldig. Schließlich hat er …”
„Mike!”, unterbrach Cording, „hör auf. Hör auf damit! Ich hab doch nicht wirklich etwas gesehen, ich war eine Kellerassel ohne Verbindung zur Außenwelt. Was ich dir eben erzählt habe, kommt alles aus zweiter Hand. Das ist doch keine Reportage! Im Übrigen hatte ich dir bereits aus der Hölle berichtet. Im Januar. Ist gar nicht so lange her. Habt ihr den Bericht gedruckt?”
„Welchen Bericht? Ich habe keinen bekommen.”
„Die Samdih-Geschichte. Leben auf heißen Kohlen. Klingelt’s?”
„Tut es nicht. Deine letzte Lieferung ist anderthalb Jahre her. Worum ging es denn?”
„Samdih ist ein Dorf in Westbengalen, das sich im Zentrum des größten indischen Kohleabbaugebiets befindet. Dreihundert Kilometer nordwestlich von Kalkutta. Das Kohlerevier von Jharia lieferte den Brennstoff für siebzig Prozent der indischen Stromerzeugung. Die meisten Minen sind inzwischen stillgelegt.
Aber unter der Erde lodert ein Höllenfeuer. Die schwelenden Brände in den Flözen sind längst außer Kontrolle geraten. Die Folge ist, dass die Schächte nach und nach einbrechen. Aus den Erdspalten tritt massenhaft hochkonzentriertes Kohlenmonoxid aus. Man schätzt, dass inzwischen 50 Millionen Tonnen in die Erdatmosphäre entwichen sind. Das Dorf Samdih liegt direkt neben einer brennenden Mine, die man vor Jahren mit Tausenden Tonnen Schutt und Geröll abgedeckt hatte. Aber was machen die armen Leute von Samdih? Sie öffnen die Zugänge wieder, teils mit bloßen Händen. Illegaler Kohleabbau nennt sich das. Für vierzig Kilo Kohle kassieren sie fünfzig Cent. Die Menschen riskieren nicht nur ihr Leben, sondern gleich den Bestand ihres ganzen Dorfes. Das war wirklich ’ne gute Story. Scheißinternet …”
Kühling setzte den Globus in Bewegung, den er aus seiner Hamburger Bibliothek hierher mitgenommen hatte. Cording wusste, was diese Geste bedeutete: den Beginn einer ernsthaften Aussprache.
„Ist dir eigentlich klar, was Timofejew für dich getan hat?”, fragte Kühling. „Ohne ihn würdest du jetzt in irgendeinem Gulag schmoren. Das war übrigens das zweite Mal, dass dich jemand aus einer Totaldepression gerettet hat. Wenn ich dich vor dreizehn Jahren nicht nach Tahiti geschickt hätte, wärst du damals schon abgeschmiert.”
Cording hatte die Philippika seines Chefredakteurs sehr viel früher erwartet, sie machte auch Sinn, schließlich hatte er Kühlings Geduld durch sein egoistisches Verhalten in den letzten Jahren über Gebühr strapaziert. Allerdings vermochte er den Worten seines Gegenübers nur wenige Sekunden am Stück zu folgen, dann löste sich Kühlings Stimme von den Inhalten.
„Maeva lebt”, sagte Cording in eine Pause hinein und war froh, dass er die beiden Worte erschütterungsfrei über die Lippen gebracht hatte. Er sah Mike an, auf den seine Aussage nicht den geringsten Eindruck machte. Außer dass er den Globus in Ruhe ließ.
„Sie lebt”, wiederholte Cording.
„Natürlich lebt sie”, antwortete Kühling. „Intensiver als vor ihrem Tod. Das steht doch außer Frage. Der Mythos um eine Person ist immer stärker, als die Person selbst. So gesehen ist sie lebendiger, denn je. Das sollte dir genügen. Deine groteske Selbstzerfleischung lässt sie ja nicht wieder auferstehen. Face it, Harry, wie die Engländer zu sagen pflegen.”
„Halt mal für einen Augenblick die Luft an und hör mir zu”, unterbrach Cording. Er stolzierte im Kreis und begann zu erzählen.
Er erzählte die ganze Geschichte, von Anfang an. Alles, was er die letzten sechs Jahre in sich hinein gefressen hatte, brach plötzlich aus ihm hervor. Er berichtete davon, wie er sich von Omai und den Arioi in eine Verschwörung hatte verwickeln lassen, wie sie nach dem Anschlag in Bolivien aus Sorge um Maevas Leben einen Flugzeugabsturz vor den Kokosinseln fingiert hatten, der die Welt glauben machen sollte, Maeva sei in ihm umgekommen. Er erzählte davon, wie sie anschließend von ihrer Leibgarde nach Rapa Iti in die Verbannung verbracht worden war, während ihr Bruder Omai auf Tahiti ihre politischen Geschäfte übernahm.
Schließlich berichtete er mit kaum noch beherrschbarer Stimme von dem Erscheinen einer mysteriösen Dame auf Tahiti, deren Gesicht ganz und gar tätowiert war.
„Die Tahitianer hielten sie für ein Tupapa’u. Sie glauben, dass Tupapa’us in unsere Welt zurück kommen, um sich für die Schmerzen zu rächen, die ihnen Menschen ihrer Umgebung im Leben zugefügt haben”, sagte Cording. „Diese Lady hatte sich im ehemaligen Gästehaus der Regierung im Vaitepihatal am Ende der nördlichen Küstenstraße auf Tahiti Iti eingenistet. Und da die Bevölkerung allmählich unruhig wurde, beschlossen wir, ihr einen Besuch abzustatten. Präsident Omai, der Schamane Rauura und ich.”
Cording kippte seinen Whiskey in einem Zug herunter.
„Ja und …?”, fragte Mike nach einer Weile.
„Sie war es”, sagte Cording schließlich. „Ich habe sie zwar nicht wiedererkannt, aber sie war's.”
Mike Kühling schüttelte den Kopf. Dabei blickte er Cording an, als würde sich sein Freund gerade aus der Realität in den Wahnsinn verabschieden. „Komm zurück,” sagte er, „ich brauche dich, es gibt keinen Besseren Frontberichterstatter als dich. Unsere Zivilisation schmiert gerade ab. Den Aufständen in den Städten, und damit sind nicht nur die Megametropolen gemeint, ist ordnungspolitisch nicht mehr beizukommen. Chaos und Anarchie sind zum Normalzustand geworden. Die Informationslöcher auf diesem Planeten werden immer größer, unsere einst so wunderbare digitale Welt hängt nicht mehr am Draht, sondern am seidenen Faden. Das müsste einem Zeitzeugen wie dir doch in den Fingern jucken …”
Cording musste schmunzeln. Mike hatte schon immer ein untrügliches Gespür dafür bewiesen, wann er ihm etwas abverlangen durfte. „Du wirst lachen”, sagte er, „ich hatte selbst schon daran gedacht, wieder regelmäßig zu schreiben.”
„Das ist doch großartig. Dann sind wir uns also einig.”
„Nicht ganz.”
„Wie soll ich das verstehen?”
„Ganz einfach: Der Zeitzeuge in mir ist nicht mehr objektiv. Er empfindet sozusagen eine klammheimliche Freude am Untergang der industriellen Gesellschaft. Und er wird es auch zum Ausdruck bringen. Hältst du das aus? Kannst du das dem Matlock-Imperium gegenüber verantworten? Es würde ja bedeuten, dass EMERGENCY den Neutralitätsgrundsatz aufgibt und Partei ergreift. Unsere Botschaft wird denkbar einfach sein: Lasst das Schweinesystem kollabieren, denn erst nach dessen Verschwinden, erst wenn der enorme Druck von der Natur gewichen ist, haben wir wieder eine Chance.”
Kühling strich sich das Haar aus der Stirn. Dann reichte er seinem Freund die Hand. Cording hatte bei EMERGENCY schon immer Narrenfreiheit besessen. Nur wenn man ihn gewähren ließ, bekam man Ergebnisse, die EMERGENCY erkennbar anders machten. Natürlich würde er sich vom Verleger wieder anhören müssen, dass der journalistische Ertrag in keinem Verhältnis zu den immensen Kosten stand, die „dieser Reporter” dem Hause verursachte, aber diese Auseinandersetzung führte Kühling bereits, solange er denken konnte. Er hätte sie fast nicht missen mögen.

Die exklusive Veröffentlichung bei KulturPort.De
Die nächste Folge (Feuer am Fuß 03) erscheint am Freitag, 6. November 2015.
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Lesen Sie die Einführtung von Hans-Juergen Fink: Dirk C. Fleck: Feuer am Fuß - Reality Fiction pur


Hintergründe - Bezüge - Wissen

KulturPort.De bietet den Lesern zu jeder Folge Hintergrundwissen  in einer "Fact Box" an, die jeweils gemeinsam mit der Autor zusammengestellt wurde. Damit soll Einblick gegeben werden in die Arbeitsweise Dirk C. Flecks sowie seine historischen und aktuellen Bezüge sichtbar gemacht werden, um den realen Kontext besser zu verorten.


Dirk C. Fleck wurde 1943 in Hamburg geboren. Nach dem Studium an der Journalistenschule in München volontierte er beim Spandauer Volksblatt in Berlin und war Lokalchef der Hamburger Morgenpost. Er war Redakteur bei Tempo und Merian, seit 1995 ist er als freier Autor für die Magazine Spiegel, Stern und Geo tätig und schreibt für die Welt und die Berliner Morgenpost. Er ist Autor des Öko-Thrillers Palmers Krieg (1992) sowie des Zukunftsromans GO! Die Ökodiktatur (1996), für den er bereits schon einmal den deutschen Science-Fiction-Preis erhielt. Dirk C. Fleck lebt und arbeitet in Hamburg.

Noch in diesem Jahrhundert wird die Informationsgesellschaft an ihr Ende kommen, weil die globalen Informationsnetze reißen. Das ist die provozierende These des Wissenschaftlers und Sachbuchautors Thomas Grüter. Den meisten Menschen erscheint das Internet wie eine eigene Welt, in der Entfernungen keine Rolle spielen, Daten wie von selbst um den Globus fliegen und alles Wissen dauerhaft auf Knopfdruck zur Verfügung steht. Aber dieser Eindruck täuscht: Das Internet ist eine von Menschen geschaffene Scheinwelt, die mit immens hohem Aufwand in Betrieb gehalten wird. Dennoch vertrauen wir dieser störanfälligen Schöpfung einige unsere wichtigsten Schätze an: nämlich unser Wissen und die Steuerung der Infrastrukturen, die uns am Leben erhalten. Wenn wir vergessen, ihre grundlegenden Strukturen zu sichern, wird sie zusammenbrechen, bevor sie wirklich Fuß gefasst hat.
Buchtipp: Thomas Grüter: „Offline!: Das unvermeidliche Ende des Internets und der Untergang der Informationsgesellschaft“,
Springer Spektrum, 2013.

VIDEO bei arte: Samdih (Indien) Höllenfeuer. Leben auf heißen Kohlen

Video bei 3SAT: WHO warnt vor Seuchen (franz. mit deuten Untertiteln) 9.11.2011
Chaos verschlimmert die Lage der Flüchtlinge: Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) warnt vor dem Ausbruch von Krankheiten in dem Krisengebiet am Horn von Afrika. Dort seien bereits 17.500 Fälle von Masern aufgetreten. Statement von WHO-Sprecherin Fadela Chaib.

Paul Cézanne, atelier des Lauves, Aix-en-Provence (France) par Émile Bernard, 1904."Man muss sich beeilen, um noch etwas zu sehen. Alles verschwindet."
PAUL CÉZANNE (1839 – 1906), französischer Maler

Foto: Paul Cézanne, atelier des Lauves, Aix-en-Provence (France) par Émile Bernard, 1904. Quelle: Wickipedia public domain.


PRESSESTIMME:
Dirk C. Fleck, der „Vater des deutschen Ökothrillers“ (taz), nutzt das Potenzial des Science-Fiction-Romans, um uns die möglichen Folgen unseres Handelns für die Zukunft vor Augen zu führen. Dabei gelingt ihm das Kunststück, eine ökologische Bestandsaufnahme des ganzen Planeten abzuliefern. Die vielen Informationen werden aber nicht trocken vermittelt, sondern in eine spannende Romanhandlung verpackt, die den Leser an zahlreiche exotische Schauplätze führt. So stellt sich Dirk C. Fleck erneut als der in Deutschland seltene Typ des Schriftstellers heraus, der Anspruch und Unterhaltung gekonnt zu verbinden weiß.
Neue Osnabrücker Zeitung

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avatar Babette Langendorf
+4
 
 
Eine großartige Idee, einen neuen Roman hier in Fortsetzungen vorzustellen. Die Menschen orientieren sich ohnehin immer mehr in Richtung Internet. Von "Feuer am Fuß" sind zwar erst 2 Folgen erschienen, aber die machen extrem neugierig auf mehr. Die Macher von Kulturport haben offensichtlich eine gute Wahl getroffen.
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avatar Marco Beilschmidt
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Wo kann man das Buch bestellen? Mein Buchhändler sagt, dass es nicht lieferbar ist, dabei ist es bei Amazon bereits im Angebot. Aber ich bin nun einmal kein Freund von Amazon.
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avatar Claus Friede
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Bestellen direkt beim Autor: http://www.dirk-c-fleck.de/de/shop
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avatar Dirk C. Fleck
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Der Buchhandel sollte FEUER AM FUSS liefern können. Am sichersten aber ist die Bestellung über unseren Shop auf www.dirk-c-fleck.de
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