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Literatur Blog

Literatur

William S. Burroughs zu Gast in der Sammlung Falckenberg

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Dienstag, den 09. April 2013 um 09:27 Uhr
Brion Gysin and WSB in front of the Pharmaceutical Museum, Basel, 1979. Foto: © Ulrich Hillebrand.

„Ein Paranoiker ist jemand, der alle Fakten kennt“, sagte William S. Burroughs (1914-1997) einmal.
Er kannte alle Fakten: Mord, Heroinsucht, Homosexualität. In „Naked Lunch“, seinem Erstlingswerk von 1959, verarbeitete der amerikanische Schriftsteller seine Erlebnisse und Erfahrungen. Das Buch wurde in den USA ein Skandal und war bis Mitte der 60er-Jahre verboten. Dann wurde es Kult und zählt heute, neben Jack Kerouacs „On The Road“ und Allen Ginsbergs Gedicht „Howl“, zu den wichtigsten Werken der Beat-Generation. Die Hamburger Deichtorhallen zeigen nun in der Sammlung Falckenberg in Harburg eine umfangreiche Burroughs-Retrospektive, die den Schriftsteller erstmals als multimedialen Künstler vorstellt. 
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Literatur

Nicht immer märchenhaft: Karen Duve schreibt die Grimms neu

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Geschrieben von: Peggy Neidel  -  Mittwoch, den 14. November 2012 um 11:22 Uhr
Karen Duve - Foto Thomas Mueller

Irgendwie sind alle verdorben. Der Vater der „Froschbraut“ ist ein Gangster, der mit seiner Tochter im Luxushaus lebt und einen autoritären Erziehungsstil pflegt.
Der Zwerg ist ein raffgieriger und hinterhältiger Kleinwüchsiger, der in „Zwergenidyll“ seine Körpergröße mit ausgeprägtem Dominanzverhalten kompensiert. Rotkäppchens Familie in „Grrrimm“ ist gewaltbereit und asozial. In Karen Duves Versionen einer Auswahl der Grimmschen Märchen herrschen Gemeinheit, Geiz und Lüge. Alles wenig erbaulich. Doch dass Karen Duves Märchenadaptionen nicht aus Zuckerwatte sind, war zu erwarten.
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Literatur

Peggy Parnass - Haben Sie nichts Besseres?

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Freitag, den 26. Oktober 2012 um 10:08 Uhr
Peggy Parnass

Sie ist Hamburgs Mutter Courage: Peggy Parnass hat mit ihren Gerichtsreportagen Geschichte geschrieben.
In Ihrem Buch „Kindheit“ stellt sie sich erneut ihrer eigenen Geschichte.

Isabelle Hofmann (IH): „Kindheit“, illustriert von der brasilianischen Künstlerin Tita do Rêgo Silva mit großartigen Originalholzschnitten, ist eines der schönsten Künstlerbücher dieses Herbstes. Ihre Erinnerungen an diese Zeit jedoch sind grauenvoll. Die Nazis haben Ihre Eltern und Großeltern umgebracht. Bis auf eine Tante in Belgien, einen Onkel in London und ihren kleinen Bruder, mit dem Ihre Mutter Sie 1939 nach Schweden schickte, wurde Ihre gesamte Familie ausgelöscht. Hatten Sie nicht gesagt, dass Sie nie über Ihre Kindheit sprechen wollen?
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Literatur

Autor Matthias Stührwoldt über den Wahnsinn auf dem Lande

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Montag, den 17. September 2012 um 11:55 Uhr
Autor Matthias Stührwoldt über den Wahnsinn auf dem Lande

„Verliebt Trecker fahren“ hieß sein erstes Buch vor neun Jahren. Damals waren Matthias Stührwoldt und seine vergnüglichen Geschichten über den alltäglichen Wahnsinn auf dem Lande noch Geheimtipps.
Mittlerweile zählt der Biobauer aus Stolpe, Kreis Plön, zu den beliebtesten Schriftstellern Schleswig-Holsteins. Isabelle Hofmann traf den humorvollen Autor vor seiner Lesung am 19.9. beim Hamburger Literaturfestival HarbourFront.
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Literatur

Rainer Moritz: "Ein Schlager ist eine kommerzielle Ware, ein Bachmann-Gedicht nicht."

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Dienstag, den 04. September 2012 um 08:08 Uhr
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Rainer Moritz liebt Proust, Flaubert und Hermann Lenz. Das ist nicht weiter erstaunlich, schließlich ist er der Chef des Hamburger Literaturhauses.
Umso ungewöhnlicher sind seine beiden anderen Leidenschaften. Isabelle Hofmann traf Rainer Moritz und sprach mit ihm über Fußball, Schlager und Literatur.
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Literatur

Ein Spaziergang war es nicht – ein Gespräch mit Eliyah Felix Havemann

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Geschrieben von: Claus Friede  -  Donnerstag, den 16. August 2012 um 08:33 Uhr
Ein Spaziergang war es nicht – ein Gespräch mit Eliyah Felix Havemann

„Dieses Buch entkräftet das Argument, die DDR sei gar nicht so schlimm gewesen!“, sagt Eliyah Felix Havemann entschieden.
„Es gefällt mir deshalb so gut – und das liegt in erster Linie an den Geschichten der Mitautoren – weil wir alle davon erzählen wie wir mehr oder weniger unfreiwillig vom Osten in den Westen gekommen sind. Wir sind alle als Kinder oder junge Erwachsene nach Westdeutschland gekommen und keiner von uns hat es bereut, auch wenn der Neubeginn für viele von uns nicht angenehm war. Das Argument wird also entkräftet, in dem es bestätigt wird.“
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Literatur

Hellmuth Karasek: „Soll das ein Witz sein?“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Freitag, den 10. August 2012 um 08:24 Uhr
Hellmuth Karasek: „Soll das ein Witz sein?“

Hellmuth Karasek ist einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands und eine Instanz in Sachen Literatur.
Was die wenigsten wissen: Der Hamburger Autor und Kritiker ist seit Kindesbeinen ein begeisterter Witzesammler. Jetzt hat er sogar ein Buch darüber geschrieben.
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Literatur

Abseits der Metropolen – Die jüdische Minderheit in Schleswig-Holstein

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Geschrieben von: Claus Friede  -  Dienstag, den 07. Februar 2012 um 08:07 Uhr
Abseits der Metropolen – Die jüdische Minderheit in Schleswig-Holstein / Bettina Goldberg

Es ist ein umfassendes Werk: Auf achthundert Seiten hat die Gymnasiallehrerin und Privatdozentin Bettina Goldberg für das Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte an der Universität in Flensburg die jüdische Geschichte im nördlichsten Bundesland aufgearbeitet.
Allein knapp 250 Seiten umfasst der Anhang mit Fußnoten, Zitaten, Sekundärliteratur sowie einem Personen- und Firmenregister. Wer sich nicht scheut, diesen umfangreichen und ausführlichen Band durchzuarbeiten, erhält ein umfassendes Bild des ländlichen, jüdischen Lebens seit dem frühen 17. Jahrhundert.
Bereits vor einer Dekade wurde mit der Publikation "Menora und Hakenkreuz" von Miriam Gilles-Carlebach, mit einem Epilog von Gerhard Paul, das Thema der Juden in Schleswig-Holstein vorgestellt, allerdings bei weitem nicht derartig ausführlich wie in dem hier vorgestellten Werk. Überhaupt sucht man in deutschen Landen nach vergleichbaren Bänden – ohne Erfolg. Es gibt lediglich schmale Publikationen über das ländliche Leben von Juden in Ostfriesland, jüdischen Spuren in Mecklenburg oder die nur wenig umfangreichere Chronologie zur Geschichte der Juden in Bayern.
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Literatur

Lutz von Rosenberg Lipinsky: „Die 33 tollsten Ängste - und wie man sie bekommt“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann  -  Samstag, den 21. Januar 2012 um 08:20 Uhr
Lutz von Rosenberg Lipinsky

Klimawandel, Weltuntergang, Christian Wulff – das neue Jahr steckt voller Katastrophen.
Grund genug für den Hamburger Kabarettisten Lutz von Rosenberg Lipinsky alle möglichen Phobien unter die Lupe zu nehmen. Über sein erstes Buch „Die 33 tollsten Ängste - und wie man sie bekommt“, sprach er mit Isabelle Hofmann.
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Literatur

Wir sind alle anders: Edith Bruck zum Trauma der Shoah im dritten Jahrtausend

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Geschrieben von: Aline Wetzelaer und Ineke Minuscoli  -  Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 17:24 Uhr
Wir sind alle anders: Edith Bruck zum Trauma der Shoah im dritten Jahrtausend

Der deutsch klingende Name täuscht: Edith Bruck, Jahrgang 1932, ist eine italophone Schriftstellerin ungarischer Herkunft.
Sie entstammt einer kinderreichen jüdischen Familie in ärmlichen Verhältnissen, überlebte die Deportation nach Deutschland und ließ sich 1954 in Rom nieder. Im Alter von zwölf Jahren wurde sie in Auschwitz interniert, wo ihre Eltern und ihr Bruder starben. Nach der Befreiung zog sie zunächst nach Palästina/Israel und entschloss sich dort, nach Amerika aufzubrechen. Doch ihre Reise endete aus Geldnot bereits wieder in Italien: Sie blieb, heiratete den italienischen Autor und Filmregisseur Nelo Risi und schrieb auf Italienisch, einer ihr fremden Sprache, ihr erstes Buch, auf das weitere folgten. Brucks Werke sind stark vom Trauma der Shoah geprägt und thematisieren Momente der Trennung, des Zwiespalts und der Leidenschaft.
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Literatur

Jörgen Bracker: "Hinter der Nebelwand"

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Geschrieben von: Susanna Schöttmer  -  Freitag, den 09. Dezember 2011 um 00:00 Uhr
Jörgen Bracker:

Der Titel ist gut gewählt - wie hinter einer Nebelwand spielen sich Ereignisse ab, die nur schemenhaft als verbunden erkennbar sind:
Der gewaltsame Tod eines jungen Fischers, eine bestürzend verlaufende Schiffstaufe, die Hexenjagd auf eine junge Frau aus dem Wanderarbeiter-Milieu, alles das ist eingebettet in den historischen Hintergrund der Vorweltkriegszeit. Beruhend auf einer wahren Begebenheit, angesiedelt im Jahre 1911, zeichnet das Buch das schon morbide Moral- und Sozialgefüge in einem eng begrenzten Bereich der süderdithmarscher Küste nach, in das jedoch die Tendenzen der Außenwelt, Kapitalismus, Kommunismus, Militarismus bereits hineinwirken. Das Wattenmeer mit seinen besonderen Reizen, aber auch seinen ständig lauernden, schwer erkennbaren Gefahren ist Kulisse und Paradigma zugleich.
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Literatur

Nachtschicht für Engel - Weihnachtsgeschichten von Dagmar Seifert

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Geschrieben von: Delf Schulz  -  Samstag, den 26. November 2011 um 09:49 Uhr
Nachtschicht für Engel - Weihnachtsgeschichten von Dagmar Seifert

Man muss dem Langen-Müller-Verlag bescheinigen, dass die Ausstattung dieses Buches einfach gelungen ist. Klein und schmal, passt es in eine Wintermanteltasche: sehr zweckmäßig, da es sich bestens als Mitbringsel der Adventszeit ‚statt Blumen‘ empfiehlt.
Gehalten ist der Titel in den durchaus zum Thema passenden Farben Schneeweiß (der Hintergrund) Weihnachtsmannrot und Himmelblau.
Da fährt er, Santa, bequem zurückgelehnt auf seiner Harley, nix mit Rentieren und Schlitten. Das ist zwar die Illustration zu einer der Erzählungen, nämlich der titelgebenden, ‚Nachtschicht für Engel‘, doch es umreißt auch, wie Dagmar Seifert in diesem Buch Zimt- und Pfefferkuchenduft mit Kettenfettgeruch mischt. Im Übrigen handelt es sich in der speziellen Geschichte tatsächlich bei dem Motorradfahrer keineswegs um einen Weihnachtsmann, sondern um einen Altrocker. Aber das tut nichts, die Stilisierung des Graphikers passt sehr gut.
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Literatur

Altona: Der Glanz des Widerstands

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Geschrieben von: Claus Friede und Dagmar Reichardt  -  Donnerstag, den 28. Juli 2011 um 07:28 Uhr
Kultur - Kunst - Altona: Der Glanz des Widerstands - Der Gesit der Palmaille

Der Hamburger Storck Verlag hat soeben den Titel „Der Geist der Palmaille“ der vor anderthalb Jahren verstorbenen Kunsthistorikerin, Archäologin und Sozialwissenschafterin Ruth Pinnau in dritter Auflage vorgestellt.
In der erstmalig 1997 publizierten Hamburgensie tritt die norddeutsche Autorin nachdrücklich und leidenschaftlich für den einzigartigen und autonomen Geist des ehemals eigenständigen Altonas und die Bewahrung jenes kulturhistorischen Gedächtnisses ein, von dem die Freie und Hansestadt Hamburg gerade auch in Eigendefinitions- und Imagefragen bis heute profitieren konnte.
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Literatur

Die große „Kleine Mutter“ aus Somalia - ein Interview mit Cristina Ubax Ali Farah

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Geschrieben von: Aline Wetzelaer und Ineke Minuscoli  -  Dienstag, den 26. Juli 2011 um 17:07 Uhr
Die große „Kleine Mutter“ aus Somalia - ein Interview mit Cristina Ubax Ali Farah

Die italo-somalische Schriftstellerin Cristina Ubax Ali Farah gilt als weibliche Schlüsselfigur literarischer Migrationserfahrung aus dem ehemaligen italienischen Kolonialstaat Somaliland.
1973 in Verona/Italien als Tochter einer italienischen Mutter und eines somalischen Vaters geboren, verbringt sie ihre Kindheit in Mogadischu bis dort 1991 der Bürgerkrieg ausbricht. Seitdem erregt Somalia nicht nur durch seine dramatische politische Lage, sondern auch durch einen radikalen Islamismus und durch Piratenübergriffe vor der afrikanischen Küste sowie, als eine der Ursachen, die Hungerkatastrophen, internationales Aufsehen. Noch im gleichen Jahr flüchtet Ali Farah mit ihrem kleinen Sohn über Ungarn nach Verona. Schließlich lässt sie sich 1996 in Rom nieder, wo sie zwei weitere Kinder auf die Welt bringt und ein Literaturwissenschaftsstudium an der römischen Universität abschließt.
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