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"Elbphilharmonie Kulturcafé" in Hamburg eröffnet

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Geschrieben von: Claus Friede  -  Sonntag, den 19. Juli 2009 um 06:32 Uhr
"Elbphilharmonie Kulturcafé" in Hamburg eröffnet 4.6 out of 5 based on 241 votes.
Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck und Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter eröffneten am 16. Juli mit Joachim Wiechmann von der Starbucks Coffee Company das neue sogenannte "Elbphilharmonie Kulturcafé" im Pavillon am Mönckebergbrunnen.
Oder haben wir da jetzt die Reihenfolge verwechselt? Vielleicht sollte es besser heißen: Starbucks-Manager eröffnete Coffee House mit Kulturticket-Counter und Infoterminal und kleiner Bühne für lockere Gesprächsrunden im Obergeschoss in gediegenem Braun und die Senatorin und der Generalintendant waren auch dabei.

Wer hat sich nur einen solchen unsäglichen Titel wie "Elbphilharmonie Kulturcafé" für dieses architektonische Kleinod ausgedacht? Am Ende hat das vielleicht gar nichts mit denken zu tun? Aber was lästere ich, heutzutage kann man ja schon froh sein, wenn es nicht "Starbucks Culture Lounge" heißt. Der Titel des neuen Kultursalons ist jedenfalls so prickelnd wie ein feuchter Händedruck.

Auffallend oft fiel bei der Eröffnung das Wort "locker": In lockerer Gesprächsrunde - mit lockeren Gästen - lockerem Kaffeeschaum" - jedenfalls war nicht "mit locker sitzenden Geldbörsen" zu hören. Wie schön, dass sich bei dem Kaffeeanbieter der Begriff "Star" verbirgt. Die Stars sollen alle zwei Wochen auf der kleinen Bühne in moderierten Gesprächen Auskunft geben. Nikolaus Hansen und Peter Lohmann singen sich am 1.9. um 18h auf das HarbourFront Literaturfestival ein. Am 28.9. kommt ein gewisser N.N. in Zusammenarbeit mit dem Filmfest Hamburg und danach, am 5.10. der Bariton Thomas Quasthoff, der über sein "Stimmwelten-Programm" spricht und Simone Young und ein Sänger des Rings dann bestimmt auch irgendwann. Ach ja, Jazz gibts auch noch, junge Musiker, die kosten nicht so viel. Das führt mich dann auch gleich zur nächsten Überleitung: Und was machen wir jetzt noch mit dem zweiten Begriff im Namen? "Bucks" - der Basketball-Club aus Milwaukee? Klingt eher wie "Bugs", Mücken. Die dienen im Amerikanischen auch für die Umschreibung für Dollar, Geld, Knete, Mücken eben. Die fehlen natürlich - wie immer. Kleines Budget, um das "Elbphilharmonie Kulturcafé" zu bespielen. Irgendwie machen sich die Mücken rar in diesem Sommer... Woran das wohl liegt?
Und kann jemand mal bitte einen guten Gebrauchsnamen für die nach Kaffee duftende Institution erfinden!!!


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avatar shine on
+8
 
 
Lieber Claus,
hab deinen Artikel zum "Elbphilharmonie-Kulturcafé" (mit accent aigu!) gelesen und mich köstlich amüsiert!
Kulturshop wäre ehrlicher gewesen... So spontan fällt mir auch kein besserer Name ein.
Denke aber, dass die Sushi-Factory auch gut gepasst hätte, wg. Fisch und Hafen und so ...
Soviel erstmal dazu.

Bettina
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avatar Mäxchen
+6
 
 
Gut, wenn Ihr ab und an umschichtet, oder macht das der Computer von selbst. So sah ich zum ersten mal bewusst diesen schönen Beitrag. Wie hat sich das Dingen denn nun entwickelt? Wer ist der gewisse N.N.? Ich bin ja kein Insider und möchte auch darüber gern mitlachen.
Schöne Beiträge habt Ihr.

Ein sehr zufriedener kulturport-fan,
Euer Mäxchen
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avatar Claus Friede
+4
 
 
Lieber zufriedener Kultur-Port-Fan,
in der Tat, wir schichten auf der Homepage immer wieder bewusst und thematisch um, der Computer macht da nichts "von selbst".
Wie sich das "Elbphilharmonie-Kulturcafé" entwickelt, beobachten wir noch. Ein wenig Zeit sollte man fairerweise den Protagonisten geben den Ort zu entwickeln.
Was den ironischen Hinweis auf den gewissen N.N. betraf, bezog sich dies auf eine Einladung ohne, dass der Veranstalter bis dato einen Namen des Gespächspartners angeben konnte, und dies dann mit dem Surrogat N.N. angegeben wurde.

Mit besten Grüßen, Claus Friede
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