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Der Ornithologe der Kunst: Johann Friedrich Naumann

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann   
Mittwoch, den 03. August 2011 um 10:54 Uhr
Kultur: Der Ornitologe der Kunst: Johann Friedrich Naumann

Niemand hat unser Bild der Vögel so geprägt wie der Ornithologe Johann Friedrich Naumann (1780-1857), ein Landwirt, der sich der Vogelkunde verschrieb und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum wohl bedeutendsten Vogelmaler Europas avancierte.
Anders als sein amerikanischer Zeitgenosse John James Audubon (1785-1851), dessen Werke heute kaum noch bezahlbar sind, ist Naumann jedoch fast vollständig in Vergessenheit geraten.

Selbst in der „Birdwatcher-Gemeinde“ kennt kaum noch jemand seinen Namen, geschweige denn seine akribisch genauen handkolorierten Stiche, die man mit ein wenig Glück noch heute auf Flohmärkten für wenig Geld erstehen kann. Aber sicherlich nicht mehr lange. Vor einigen Jahren nämlich lernte der Verleger und Vogelliebhaber Arnulf Conradi das Werk des verkannten Genies im Köthener Schloss (Sachsen-Anhalt) kennen und machte es sich zur Aufgabe, die wissenschaftliche Leistungen, insbesondere die hervorragenden Zeichnungen zur zwölfbändigen „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands“, mit einem Bildband und einer Ausstellung wieder in das Gedächtnis der Öffentlichkeit zu rufen.
Im Hamburger Jenisch Haus sind derzeit erstmals „Die Vögel Mitteleuropas Aquarelle von Johann Friedrich Naumann“ zu sehen, eine beeindruckende Schau in zwei Etappen mit insgesamt 130 Leihgaben aus der Köthener Sammlung – darunter auch die großartige Bussard-Studie (Foto), in der Naumann den Vogel unerhört lebendig in der Bewegung eingefangen hat.

Aus konservatorischen Gründen und um den Besuchern eine möglichst breite Vielfalt der Naumann`schen Aquarelle zu zeigen, werden die bisher präsentierten Arbeiten gegen 80 weitere Werke ausgetauscht. Aus diesem Grund muss die Ausstellung „Die Vögel Mitteleuropas“ vom 16. August bis 20. August 2011 geschlossen bleiben.

Am 21. August findet anlässlich der Neueröffnung der Ausstellung ein Tag der offenen Tür im Jenisch Haus statt.
Bis zum 30.10.2011, zu sehen im Jenisch Haus, Baron-Voght-Straße 50, geöffnet: Di-So 11-18 Uhr,
Eintritt 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren frei.
Alle Infos und Vorträge zum Thema unter Jenisch Haus

Abbildungsnachweis:
Header: J.F. Naumann: v.l.n.r. Mittelsäger; Rauchfußkauz; Schwarzspecht © Foto: Tobias Buddensieg
Galerie: 
1. Kibitzregenpfeifer
2. Waldkautz
3. Mäusebussard
Alle Fotos © Isabelle Hofmann

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avatar Schulz Petra
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