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Ich - Einfach Unverbesserlich: Jan Delay und der neue 3D-Animationsfilm

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Geschrieben von: Claus Friede   
Dienstag, den 14. September 2010 um 13:31 Uhr
Jan Delay zum neuen 3D-Animationsfilm: Ich - Einfach Unverbesserlich

Sie haben nichts gemeinsam – oder vielleicht doch? Die nölige Stimme zumindest und ein wenig Bösartigkeit tragen beide in sich und sie machen das, was ihnen Spaß macht. Aber das war’s dann auch schon!
Die Rede ist von Jan Delay und seinem Filmpendant Vector Perkins im neuen Animationsfilm „Ich - Einfach Unverbesserlich 3D“.

Jan Delay, eigentlich bekannt als Rapper und überzeugter Entertainer geht ins Studio, um mal keine Musik zu machen, sondern zum Synchronsprechen. „Ich bin nicht der Synchronisationssöldner, aber auf Grund meiner Stimme haben sie mich gefragt, ob ich Vector spreche“, antwortet er auf die Frage wie es zu dem Angebot kam.

Und was hat ihn motiviert? "Ich mache nur Sachen, die mir Spaß bringen. Hier hat es mir echt Spaß gemacht. Ich kenne die Umgebung und ich kenne es, im Studio sein“, sagt Delay fast enthusiastisch.
„Sonst muss ich im Studio permanent kreativ sein und ich geb’ nicht auf, bis das, was ich im Kopf hab, aus den Boxen kommt. Ich bin was meine eigene musikalische Arbeit angeht, sehr schwer zufrieden zu stellen! In diesem Fall brauchte ich nicht zu denken. Ich war da Bauarbeiter und nicht Ingenieur und benutzte nur meinen Mund, stand da und machte was mir gesagt wurde. Da ist der Regisseur, der mir dann sagte: Sprich es mal so – oder – vielleicht veränderst Du mal die Betonung und dann ist es gut – nächster Take.

„Wer die Welt beherrschen will, braucht jede Menge Spezialisten – gnadenlos – rücksichtslos – und total nutzlos“ und er braucht Bösewichtspotential. Das hat auch Delay: „Das trägt eben jeder in sich, aber Bösewichte können auch etwas Liebevolles haben und Sympathien wecken, das ist bei Vercor nicht anders!“ Und bei Jan Delay ist es erst recht so.

Damit wären also die drei Gemeinsamkeiten geklärt!

Den Rest erledigen andere. Der Film hat all das Potential, was ein guter Animationsfilm braucht: Action, verschrobene, sich widerstrebende und ein wenig trottelig-böse Charaktere (nein, scheinbar böse – außer – vielleicht dem Bankspekulant und Kreditgeber Mr. Perkins), Spaß, Komik und gute Sprüche, Mitgefühl den Kleinen gegenüber, Wettbewerb und Ideenreichtum. Ein bisschen Retro ist er auch in seiner Dar- und Vorstellung von Monsterwaffen wie Gefrierpistolen und phantastischen Festungsvillen à la Vector. So stellte man sich Science Fiction in den 60er-Jahren vor ...den Mond klauen. Keinen fernen Planeten zig Lichtjahre entfernt. Das ist Nachbarschaft.

Vor allem aber hat der Film Überzeugungskraft.



 

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