| Bildende Kunst | ||
„Udo. Die Ausstellung" |
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| Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Montag, den 23. Januar 2012 um 10:30 Uhr |
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„Udo. Die Ausstellung"
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![]() Ein begnadeter Maler ist er nicht, eigentlich auch kein begnadeter Sänger, aber das macht nichts, denn er ist ein Phänomen: Udo Lindenberg hat nicht nur Musikgeschichte geschrieben, er ist auch ein Stück Zeitgeschehen. Und er ist Kult. Grund genug Leben und Werk des Hamburger Panikrockers vorzustellen, befand das Museum für Kunst und Gewerbe und zeigt in fünf repräsentativen Räumen der Belle Étage „Udo. Die Ausstellung“.
Es hätte spannend werden können, denn schließlich kennt kaum einer den Menschen, der sich seit Jahrzehnten hinter Hut, Sonnenbrille und coolen Sprüchen verschanzt. Doch diese Chance wurde vertan. Die vom Schloss Neuhardenberg übernommene Schau von rund 400 Objekten (aufgeteilt in 14 Kapitel) präsentiert sich vielmehr als Fanshop, in dem alles, was jemals von und über Udo veröffentlicht wurde, als unerhört bedeutend präsentiert wird. Schon verwunderlich, wie willfährig sich das MKG hier (bereits zum zweiten Mal nach der Apple-Ausstellung) an der Vermarktung eines Produktes beteiligt. Denn dass sich Udo als Kunstprodukt stilisiert, steht außer Frage. Die PR-Maschine freut es (das neue Album „Live aus dem Hotel Atlantic“ verkaufte sich seit September bereits 600.000 Mal) und das Museum profitiert sicher ebenfalls von den scharenweise anreisenden Fans. Es ist ihm in Zeiten knapper Kassen auch herzlich zu gönnen. Doch schiebt man den Promibonus des Wahlhamburgers einmal beiseite, so bleiben Massen an Devotionalien, dokumentarischen Fotos, Plakaten, Plattencovern, Zeitungsausschnitten, farbenfrohen Cartoons und ein nachgebautes Hotelzimmer (aus dem Atlantic an der Außenalster), die als Hamburgensie eher ins Hamburg Museum gepasst hätten. Am interessantesten (weil unbekanntesten) ist in dieser Dokumentation noch die Hommage an die Eltern Hermine und Gustav aus Gronau, der „klitzekleinen Stadt“ an der holländischen Grenze, aus der Udo, der begnadete kleine Drummer, der schon mit 13 Jahren in einer Band auftrat, nach eigenem Bekunden „immer nur raus wollte“. „Udo. Die Ausstellung“, bis 11. März 2012 / Verlängert bis 09. April 2012 Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Geöffnet: Di-So 11-18 Uhr, Do bis 21 Uhr. Fotonachweis: Header: Udo Lindenberg auf dem Dach des Hotel Atlantik in Hamburg, Foto: Tine Acke Galerie: 1-3. Blicke in die Ausstellung. © Dennis Conrad 4. Udo Lindenberg „Moses“ |





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