Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 736 Gäste online

Neue Kommentare

Dr. Seán Ó Riain, Irische Botschaft, Wien zu Hamburg vergibt Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen 2017: Ich gratuliere recht herzlich Frau Gabriele Haefs...
Herby Neubacher zu Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden: Die Geschmacklosigkeit schreckt wirklich heute vo...
Sabine Carbon zu „Karl Marx, Das Kapital“. Eine Hommage im Museum der Arbeit: Bei zu viel Text hilft vielleicht unser Kinderbuc...
Sabine Albrecht zu Neues Angebot der Kunstmeile Hamburg: Der 3-Tage-Kunstmeilenpass: Guten Tag,
ich suche nach einer Erklärun...

B.F.Schwarze zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo, Frau Lampert,
leider gibt es nicht ...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Kultur und Management

5 Jahre Tanzplan Hamburg - eine Podiumsdiskussion von Kultur-Port.De und K3-Zentrum für Choreographie

Drucken
(93 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 12. November 2010 um 19:57 Uhr
5 Jahre Tanzplan Hamburg - eine Podiumsdiskussion von Kultur-Port.De und K3-Zentrum für Choreographie 4.4 out of 5 based on 93 votes.
5 Jahre Tanzplan Hamburg - Eine Podiumsdiskussion von Kultur-Port.De und K3-Zentrum für Choreographie

In diesem November starten wir, wie angekündigt, eine neue und eigene Veranstaltungsreihe zu kulturellen Themen in der Metropolregion Hamburg.
Zusammen mit wechselnden Kooperationspartnern widmet sich das Format akuten und dringenden Fragen sowie Bestandsaufnahmen der Kultur, der Kulturpolitik und des Kulturmanagements. Den Anfang machte eine Podiumsdiskussion auf Kampnagel am 10.11. – in Kooperation mit K3 –Zentrum für Choreographie und Tanzplan Hamburg.

Kultur-Port-Chefredakteur Claus Friede moderierte gemeinsam mit der Tanz- und Theaterwissenschaftlerin Dr. Kerstin Evert, die das Hamburger Tanzplan-Projekt künstlerisch leitet, auf der K3-Bühne die Diskussion.
Eingeladen waren Kultursenator Stuth sowie Madeline Ritter, Leiterin des Tanzplan Deutschland.
Die beiden Gäste allerdings blieben ein wenig im Feierabendverkehr und dem extrem unfreundlichen Wetter des stürmischen Herbstabends stecken; Reinhard Stuth erschien zwanzig Minuten nach geplantem Diskussionsanfang, Madeline Ritter glaubte man überhaupt nicht mehr begrüßen zu dürfen, worauf Ingo Diehl, Projektleiter des Bereichs Ausbildung von Tanzplan Deutschland, für seine Kollegin einsprang. Später stellte sich allerdings heraus, dass Frau Ritter doch noch eingetroffen war und zumindest der anschließenden Tanzveranstaltung beiwohnen konnte.
Interessiert verfolgten ungefähr 150 Zuhörer das Gespräch auf dem Podium, die deutlich engagiert und vermutlich auch betroffen einige Male in spontanen Beifall ausbrachen, immer dann nämlich, wenn Senator Stuth in vorsichtigen Wendungen versicherte, die Stadt werde das Projekt natürlich nicht im Stich lassen.

Bei ‚dem Projekt’ handelt es sich um den ‚Tanzplan’, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes.
Damit war im Jahr 2005 ein auf fünf Jahre angelegtes Förderprogramm ins Leben gerufen worden, mit dem Ziel, die strukturellen Bedingungen für den Tanz als eigenständige Kunstsparte zu stärken.
Besonderer Fokus lag dabei (neben dem Bereich Ausbildung) auf dem Programm ‚Tanzplan vor Ort’.
Unter der Voraussetzung, dass die jeweiligen Länder oder Kommunen eine Gegenfinanzierung in Höhe der beantragten Summe zu den Gesamtprojektkosten leisteten, konnten sich Städte auf eine Förderung bewerben.
Zu den neun ausgewählten ‚Tanzplan vor Ort’- Städten gehörte – neben Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., München und Potsdam - auch Hamburg. Und es sollte nicht verschwiegen werden, dass ausgerechnet die Hansestadt, (noch relativ kürzlich als Kulturmetropole bekannt), mit 1,2 Millionen Euro die Höchstförderung der elf beteiligten Städte erhielt. Wofür sie, wie gesagt, im Gegenzug dieselbe Summe aufzubringen hatte.
Hamburg machte was draus.
Es wurde ein Zentrum für Choreografieentwicklung und -vermittlung eingerichtet, das K3 eben, mit Tanzstudios, Seminarraum und Infozentrum. Auf Kampnagel baute man eine Halle um, stellte zusätzlich eine weitere, angrenzende Halle für Aufführungen zur Verfügung und hatte damit ein Ort geschaffen, der sich zu einem wichtigen Impulsgeber für die choreografische Recherche und Ausbildung entwickelte und dazu beitrug, den zeitgenössischen Tanz zu stärken.
So ungefähr jeder, der mit Tanzplan Hamburg zu tun hatte, war glücklich damit.
Bis die ‚Wirtschaftskrise’ kam.
Und bis man, mit dem Ende dieses Jahres, unweigerlich auch dem Ende der fünfjährigen Pilotphase von K3 entgegen sah. Von hier ab, so war das ursprünglich gedacht, sollten die neun Städte diese schöne Angelegenheit auf eigene Faust weiterfinanzieren, ohne Hilfe des Bundes.

Auf dem Podium wurde auch über den Tanz als solchen geredet und wie er auf wortlose Art die Völker verbindet.
Der Kultursenator versicherte, dass ihn bereits John Neumeier immer sehr angesprochen hätte und erwähnte lobend die außereuropäischen Tanzgastspiele, die er gern besuchte.
Ingo Diehl wies darauf hin, dass gerade der Tanz mit einer prozentualen Beteiligung an Fördergeldern von etwa 0,2 Prozent recht stiefmütterlich behandelt wird. Womit dann wieder das notwendig Merkantile in den Vordergrund rückte.
Diehl erklärte außerdem, bis auf das kleine Potsdam hätten die anderen acht ‚Tanzplan-vor-Ort’-Städte bereits die jeweilige Weiterfinanzierung gesichert.
Es ist ja nicht so, dass 2010 völlig unerwartet zu Ende geht. Seit letztem November klammert sich das K3 an einige Worte von Karin von Welck, die beim Tanzkongress Deutschland versicherte, sie wolle sich für den Erhalt des Projekts einsetzen.
Von Welck ist ja nun bekanntlich inzwischen zurück getreten.
Also blickten zum Schluss der Podiumsdiskussion alle erwartungsvoll den neuen Kultursenator Reinhard Stuth an, der ein bisschen umständlich erklärte, man sei dabei, an Lösungen zu ‚basteln’ und eigentlich wäre er doch ganz optimistisch – gefolgt von stürmischem Beifall.

Copyright: tanzvideo.net - Plattform für Videopräsentationen aus den Bereichen Tanz und Performance
 

Im Anschluss konnten die Zuhörer der Diskussion nebenan die Premiere des Tanztheaters ‚TREMOR’ von Choreograph Sebastian Matthias genießen.

Übrigens: Weitere Kultur-Port.De-Veranstaltungen sind in loser Reihenfolge für 2011 in Planung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Abb. Header: v.l.n.r Kerstin Evert (Tanzplan Hamburg), Ingo Diehl (Tanzplan Deutschland), Reinhard Stuth (Senator für Kultur und Medien) und Claus Friede (Kultur-Port.De).
Fotos: Sebastian Thiele

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Kultur & Management > 5 Jahre Tanzplan Hamburg - eine Podiumsdiskus...

Mehr auf KulturPort.De

Das Chinesenviertel auf Hamburg St. Pauli
 Das Chinesenviertel auf Hamburg St. Pauli



„Haus bei Haus ist von der gelben Rasse bewohnt, jedes Kellerloch hat über oder neben dem Eingang seine seltsamen Schriftzeichen. Die Fenster sind dicht verh [ ... ]



Studio Braun: „Der goldene Handschuh“ im Deutschen Schauspielhaus
 Studio Braun: „Der goldene Handschuh“ im Deutschen Schauspielhaus



Was Kult ist, muss nicht unbedingt gut sein. Heinz Strunk ist Kult und tut alles dafür, dass es so bleibt. Egal, auf welchem Niveau. Sein blutrünstiger Bestsel [ ... ]



Dschungelbuch für Kinder – ganz eng am Original
 Dschungelbuch für Kinder – ganz eng am Original



Das Hamburger Theater für Kinder im Allee Theater, das in dieser Spielzeit seinen 50. Geburtstag feiert, bezaubert mit einer fantastischen Version des „Dschun [ ... ]



„Detroit” – Kathryn Bigelows Blick zurück im Zorn
 „Detroit” – Kathryn Bigelows Blick zurück im Zorn



Furioser Politthriller als Chronik staatlich autorisierter Gewalt.
Detroit, 25. Juli 1967. Hinter der Bühne des legendären Fox-Theatres fiebern Leadsinger Lar [ ... ]



Kopf-Hörer 18
 Kopf-Hörer 18



Alexander M. Wagner ist 22 Jahre jung. Er brilliert bei TYXart mit Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert und präsentiert seine eigene zweite Symphonie. Außerdem  [ ... ]



Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle
 Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle



Dieser Thriller hat es in sich. „Das Erwachen“ bestätigt all unsere Ängste und Befürchtungen: Maschinenintelligenz (MI) bemächtigt sich der Künstlichen  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.