Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 778 Gäste online

Neue Kommentare

Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...
Elisabeth Warken zu Gurre-Lieder in der Elbphilharmonie: Zu wenig Vertrauen in die leisen Töne: Die Kritik zu den Sängern kann ich nicht ganz ve...

Anzeige

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Film

Silent Souls

Drucken
(26 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 05. Oktober 2010 um 09:01 Uhr
Silent Souls 4.5 out of 5 based on 26 votes.
18. Filmfest Hamburg: Silent Souls

In der Rubrik „Agenda“ zeigt das Filmfest Hamburg 51 Filme aus 36 Ländern – unter anderem das melancholische Road Movie „Silent Souls“.
Der russische Regisseurs Aleksei Fedorchenkow nimmt das Kinopublikum auf die Reise zweier Männer mit, die in angemessener Weise von einer verstorbenen Geliebten Abschied nehmen möchten.

Vom Ritus des Abschiednehmens
Gutes Kino funktioniert durch gute Bilder. So auch bei „Silent Souls“, für das der Kameramann Mikhail Krichman 2010 in Venedig ausgezeichnet wurde. Die karge Weite Zentralrusslands während der Autofahrt, die märchenhaft anmutende Stimmung bei den Rückblenden in die Jugend des Erzählers, die puristische Strenge bei der Dokumentation der Handlungen – sie schaffen im Verbund den idealen Rahmen für die Erzählung, wie zwei Männer nach dem alten Ritus des finno-ugrischeVolkes der Merja den Leichnam einer geliebten Frau ins Jenseits überführen.

Im Auto machen sich Miron und Arkis auf die Fahrt zum Nerosee, wo „alles begann“. Hinter ihnen, auf der Rückbank, der sorgfältig gewaschene, nackte Körper der verstorbenen Tanja. Zwischen ihnen ein Vogelbauer mit zwei Spatzen, die zunächst nur deshalb mit auf die Reise gehen, weil sie ohne ihren Besitzer verhungern würden. Der leblose Körper der Frau soll am Ufer des Sees eine Feuerbestattung erhalten, die Asche danach ins Wasser gestreut werden. Der Ehering wird von Miron hastig, fast achtlos, in die Wellen geworfen. Kaum Tränen, wenig Sentimentalitäten – eher eine pragmatische Verrichtung des Nötigen. Und doch gewinnt die Verstorbene durch das gemeinsame Erlebnis der beiden Männer, ihre wortkargen Gespräche und ihre Handlungen, nach und nach Profil, wird zur Persönlichkeit. Auch die Männer werden in ihrem unterschiedlichen Charakter facettenreicher, wenn man sie ähnlich betrachtet, wie die umgebende Landschaft und die subtilen Veränderungen bemerkt.

„Silent Souls“ entführt das Publikum unmerklich auf eine Reise zum eigenen Mittelpunkt des Denkens und Fühlens. Wenn im Kinosaal wieder die Lichter angehen, bleiben noch eine ganze Weile außer den Bildern auch die Überlegung im Kopf, wie man es selbst hält, mit dem Abschied und der Liebe –.

Eine zweite Aufführung von „Silent Souls“ (russ. OmeU) ist für Samstag, 09. Oktober, 21.30 Uhr im Passage Kino in der Mönckebergstraße 17 angekündigt. Tel.: 040 - 468 668 60.

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Film > Silent Souls

Mehr auf KulturPort.De

Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“
 Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“



Was für ein ungewöhnliches Stück! Eines? Nein: Was für drei ungewöhnliche Stücke – so intelligent, humorvoll und hintersinnig!
Mariano Pensottis „Lod [ ... ]



Vienna Vocal Consort: Nostre Dame
 Vienna Vocal Consort: Nostre Dame



Das Vienna Vocal Consort zählt seit Gründung im Jahr 2007 zu Österreichs renommiertesten Vokalensembles für Alte Musik. Deren neues Album „Nostre Dame“  [ ... ]



„Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit
 „Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit



Wie viel Tragik verkraftet ein Film in Zeiten von „Wonder Woman” oder „Atomic Blonde”? Tough ist angesagt, und viele Kritiker reagierten eher störrisch  [ ... ]



Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend
 Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend



Der Schlafrock war schwarz und nicht rot, wie am Vorabend in der Elbphilharmonie. Entsprechend seriös, ganz leise und melodisch der Einstieg.
Chilly Gonzales l [ ... ]



Sommerliche Musiktage in Hitzacker: Durchwoben vom ständigen Wandel
 Sommerliche Musiktage in Hitzacker: Durchwoben vom ständigen Wandel



Dass „die Tonkunst eine rührend-kurze Freude (ist), die aus dem Nichts entsteht und ins Nichts vergeht... eine kleine fröhliche Insel... die auf dem dunklen, [ ... ]



Kassé Mady Diabaté – ein Ausflug in die westafrikanische Musik
 Kassé Mady Diabaté – ein Ausflug in die westafrikanische Musik



„La parole des anciens est secrée.“ (Das Wort des Ältesten ist heilig)

Das Mandingo-Reich (Manding) wurde im 13. Jahrhundert vom sagenhaften Mali-Kaiser [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.