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Bildende Kunst

Im Gespräch: Claus Friede mit dem Maler und Unternehmer Klaus Markert

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Freitag, den 19. März 2010 um 00:00 Uhr
Im Gespräch: Claus Friede mit dem Maler und Unternehmer Klaus Markert 4.5 out of 5 based on 108 votes.
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Klaus Markert, Jahrgang 1935, ist seit früher Jugend von zwei Dingen geprägt worden: Vom Unternehmertum und von der Kunst.
1947 malt er sein erstes Bild, im Bewusstsein Kunst machen zu wollen und bis heute hat sich diese Leidenschaft erhalten. Dass er außerdem ein erfolgreicher Unternehmer war zeigt, dass er beide Lebensbereiche konsequent und zielgerichtet anging. Während er seine Bilder, Zeichnungen und Grafiken mit CM (Claus Markert) signiert, so unterschieb er als Unternehmer mit KM (Klaus Markert). Dieser vermeintlich kleinen Differenz widmet sich das folgende Gespräch.

Claus Friede (CF): In einem Ihrer früheren Kataloge las ich, dass im Jahr 1947 Ihr erstes Bild entstand. Da waren Sie 12 Jahre alt. Gab es damals schon bei Ihnen ein Bewusstsein für Kunst?

Klaus Markert (KM): Daran erinnere ich mich sehr genau: Meine Mutter war schwer krank und hat mich als ehemalige Kindergärtnerin – weil ich ihr Gesellschaft leistete – zum Malen überredet. Fast zeitgleich sah ich Bilder eines in Bayern lebenden Landschaftsmalers, der im Duktus von Emil Nolde malte. Die waren also nicht naturgetreu. Dessen Bilder haben mich angeregt.
Damals besaß ich keine Künstlerfarben, ich hatte aber einen Tuschkasten, kleine Farbtöpfchen, die ich mit Wasser verdünnt habe und zu einer Pampe vermische und damit habe 1947 eine kleine Landschaft gemalt – das Bild hab ich auch noch. Es war eine Landschaft mit Bergsee. Das Motiv hatte ich in einer Zeitschrift gesehen. Mir war insofern klar, dass das Bild künstlerisch sein sollte, denn ich abstrahierte das Motiv.

CF: Und wie ging es weiter? Wie sind dann die nächsten Bilder entstanden?

KM: Mein gewecktes Interesse für Bilder, Malerei und Kunst ließ mich weitermachen. In der Schule gab es Kunsterziehung und Zeichnen. Ich hatte zwar keinen wirklich großartig qualifizierten Zeichenlehrer, der uns künstlerisch weiter gebracht hätte, aber Zeichnen und Malen war wohl das einzige, was ich damals richtig konnte, denn diese Begabung wurde in meinen Zeugnissen besonders erwähnt. Ich glaube nicht, dass ich etwas Großes geleistet hatte, aber das fiel den anderen auf – und das andere muss relativ schlecht gewesen sein... (lacht)

CF: Und seither haben sie ununterbrochen und kontinuierlich Ihr künstlerisches Werk weiterentwickelt?

KM: Ja und das sehr bewusst! Ich habe mich nicht als Hobbymaler gesehen, ich hatte den Anspruch, dass ich malen wollte wie die Maler der Zeit. Die malten so, wie ich es bevorzugte: abstrakt und expressiv. Ich habe immer Probleme mit dem reinen Naturalismus gehabt, das war nicht meine Sache. Manchmal musste ich aber was beweisen, denn die Leute fragten, ob ich denn überhaupt „richtig“ malen könne. Die empfanden meine Arbeiten als nicht künstlerisch.


 

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