Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 710 Gäste online

Neue Kommentare

Sabine Carbon zu „Karl Marx, Das Kapital“. Eine Hommage im Museum der Arbeit: Bei zu viel Text hilft vielleicht unser Kinderbuc...
Sabine Albrecht zu Neues Angebot der Kunstmeile Hamburg: Der 3-Tage-Kunstmeilenpass: Guten Tag,
ich suche nach einer Erklärun...

B.F.Schwarze zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo, Frau Lampert,
leider gibt es nicht ...

Angela zu „The Square”. Oder das Zeitalter des Misstrauens: Oh, dann Danke für den Lang-Spoiler - da muss ja...
Eva-Maria Reinders zu Opernstars auf der Leinwand – die Met-Saison im Kino: 14.10.17
ich habe schon mehrere Aufführun...

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Bildende Kunst

Kunst & Kultur - kurz vorgestellt: Maharaja – Pracht der indischen Fürstenhöfe

Drucken
(63 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Freitag, den 19. Februar 2010 um 07:59 Uhr
Kunst & Kultur - kurz vorgestellt: Maharaja – Pracht der indischen Fürstenhöfe 4.4 out of 5 based on 63 votes.
Maharaja – Die Pracht der indischen Fürstenhöfe

Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München zeigt vom 12. Februar bis 24. Mai 2010, als Partner des Victoria and Albert Museums London, die Ausstellung „Maharaja – Die Pracht der indischen Fürstenhöfe“.

Rund eintausend geladene Gäste hatten am Eröffnungsabend trotz sibirischer Kälte und ungeräumten vereisten Straßen den Weg in die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München gefunden. Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die sagenumwobene Welt der indischen Maharajas mit ihrer einzigartigen Kultur. Als Partner des Victoria and Albert Museums in London ist München der einzige Ort, der die Geschichte vom Beginn der großen Ära der Maharajas bis zum Ende der britischen Herrschaft zeigt.

Während der angenehm kurzen Eröffnungsreden in dem Beton-Glas-Bau der Hypo Vereinsbank in den ‚Fünf Höfen’ kam immer noch kein Gefühl von indischem Subtropenklima auf. Einziges Indiz auf das Bevorstehende waren seine Hoheit Maharana Shrji Arvind Singh Mewar von Udaipur in aprikotfarbene Seide gekleidet, und seine in einen prachtvollen Sari gehüllte Tochter, ihre Hoheit Prinzessin Bhargavi Kumari Mewar von Udaipur.

Nach dem Marsch durch die neonbeleuchteten Großraumbüros der Bankangestellten, die Treppe hinauf und von hinten in die Ausstellungsräume, versank man förmlich in einer indischen Welt aus Diamanten, Gemälden, Objekten und Kostümen. Das warme, gedämpfte Licht und die dunkelblau und weinrot gestalteten Wände taten schließlich ihr Übriges dazu.

Die Ausstellungsgegenstände aus drei Jahrhunderten zeigen den geschichtlichen und gesellschaftlichen Wandel der Rolle der Maharajas und ihren Einfluss als Kunstmäzene Indiens und Europas. Ein absoluter Höhepunkt der Schau ist das Kollier von Patiala, Teil eines großes Einzelauftrags, den Cartier ausführte. Ursprünglich umfasste es 2.930 Diamanten und damit fast 1.000 Karat. Es wurde 1928 fertig gestellt und 2002 restauriert.


Eine Prozession mit lebensgroß nachgebildeten Elefanten und Pferden, die prächtig geschmückt eine silberne Sänfte eines Maharajas tragen, geben zwar einen Eindruck eines indischen Umzugs wieder, jedoch wirkt es in den Ausstellungsräumen fehl platziert – erinnert es doch mehr an Disneyland als an eine Kunstausstellung. Hingegen sind die verschiedenen Throne, Machtinsignien, Kunstgegenstände und Gewänder in den Folgeräumen besser in Szene gesetzt und erinnern allenfalls an Präsentationen in Kunst- und Gewerbemuseen.

Auffallend ist, dass das Mäzenatentum der Maharajas immer wieder europäischen Unternehmen große Aufträge bereitete. Beispiele sind ein Kostüm von Madeleine Vionnet und ein Kollier von Van Cleef & Arpels. Sie waren auch Förderer der europäischen Avantgarde und besaßen unter anderem Mobiliar im Stil des Art Deco.

 

So fügt sich auch diese Ausstellung nahtlos in eine Reihe bisher gezeigter der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ein: Fabergé / Cartier (2003/2004), Carl Larsson (2005/2006), Walt Disneys wunderbare Welt (2008/2009). Alle genannten Ausstellungen sowie nun die ‚Maharaja’ setzen keinen intensiven kunsthistorischen Diskurs voraus – das familiäre Münchner Publikum dankt dies gewiss mit Interesse und enormen Besucherzahlen.


Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München

Fotos:
Header: Feierlicher Umzug mit Maharao Ram Singh II. von Kota, Kota ca. 1850 (Detail), Deckfarbe/Papier, 58,3 x 78,9 cm
Victoria and Albert Museum
Fotogalerie:
- Plakatmotiv: Turbanschmuck, Mitte 18. Jhd., Gold, Edelsteine, 16,9 x 6,1 cm
- Howdah, ca. 1840 Silber, teilvergoldet/verziertem Holz; Samt und Gusseisen, 91 x 80 x 145 cm, The Rosalinde and Arthur Gilbert Collection, Leihgabe im Victoria and Albert Museum
- Begum Shah Jahan von Bhopal, ca. 1877, Seite aus Fotoalbum, Albuminpapierabzug, 31,5 x 82,5 x 3,0 cm, Knebworth House, Herfordshire
- Collier in Auftrag gegeben von Maharaja Bhupinder Singh von Patiala, Platin, Diamanten, Gelber Zirkonia, Weiße Zirkone
Cartier, Paris 1928, Photo Nick Welsh © Cartier Collection
- Steinschlossgewehr, ca. 1800-1850, Stahl, Holz, Gold, Emaille, 18,0 x 148,7 cm, Victoria and Albert Museum
- Thron von Hafiz Muhammad Multani, Lahore ca. 1820, Goldblech, getrieben/Holz, 94 x 90 x 77 cm, Victoria and Albert Museum
© V&A Images / Victoria and Albert Museum, London

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Bildende Kunst > Kunst & Kultur - kurz vorgestellt: Mahara...

Mehr auf KulturPort.De

Kopf-Hörer 18
 Kopf-Hörer 18



Alexander M. Wagner ist 22 Jahre jung. Er brilliert bei TYXart mit Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert und präsentiert seine eigene zweite Symphonie. Außerdem  [ ... ]



Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle
 Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle



Dieser Thriller hat es in sich. „Das Erwachen“ bestätigt all unsere Ängste und Befürchtungen: Maschinenintelligenz (MI) bemächtigt sich der Künstlichen  [ ... ]



All Johr Wedder – Schöne Bescherungen im Ohnsorg Theater
 All Johr Wedder – Schöne Bescherungen im Ohnsorg Theater



Oje, du Fröhliche! Das Ohnsorg Theater stimmt mit „All Johr wedder“, der plattdeutschen Fassung von Alan Ayckbourns „Schöne Bescherungen“, auf die Weih [ ... ]



add art 2017 – von der Wirkung von Kunst in Unternehmen
 add art 2017 – von der Wirkung von Kunst in Unternehmen



Seit dem Jahr 2013 findet die „add art“ in Hamburg statt und seit jenem Jahr nehmen unterschiedliche Unternehmen der Hansestadt daran teil, ihre Türen für  [ ... ]



Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden
 Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden



Seit 2014 spielt das Ensemble Resonanz jedes Jahr seine ganz eigene Fassung von Bachs „Weihnachtsoratorium“ im Resonanzraum im Bunker an der Feldstraße in H [ ... ]



„Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters“
 „Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters“



Reproduktionen und Variationen sind keine Erfindung der Moderne. Wie „Die Geburt des Kunstmarktes“ im Bucerius Kunst Forum zeigt, gingen schon „Rembrandt,  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.