Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 748 Gäste online

Neue Kommentare

C.Müller zu Roots – Katja und Marielle Labèque zum Schleswig-Holstein Musik Festival in der Laeiszhalle: Erhalt des Kultursommers auf der Trabrennbahn Bah...
Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...

Anzeige

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Architektur

Franz Prey - Ein Architekt und Musiker

Drucken
(121 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Montag, den 17. Januar 2011 um 14:30 Uhr
Franz Prey - Ein Architekt und Musiker 4.5 out of 5 based on 121 votes.
Franz Prey - Ein Architekt und Musiker

Der Architekt Franz Prey hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Bauen in Südtirol wesentlich mitgeprägt und beeinflusst. Er verstarb im 90. Lebensjahr vor wenigen Tagen in Südtirol.
Franz Prey wird 1921 im Südtiroler Innichen im Pustertal geboren. Sein Vater Franz Prey hat mehrere Jahre bei den Vereinigten Werkstätten in München gearbeitet, bevor er seine eigene Tischlerei in Innichen gründet. Sohn Franz legt 1941 an der HTL für Hochbau in Innsbruck die Reifeprüfung ab. Nach dem Kriegsdienst setzt er sein Studium an den Technischen Hochschulen von Wien und Venedig fort. Ausgedehnte Reisen, speziell in Nordeuropa, beeinflussen seine spätere architektonische Arbeit. In der Architektur und Landschaft Schwedens, Finnlands und Dänemarks findet er seine Inspiration.

Er kehrt 1955 ins heimatliche Innichen zurück, wo er im gleichen Jahr die italienische Staatsprüfung ablegt. Nach dem Studienabschluss waren Schulbauten und Kindergärten seine ersten Projekte, später wurde er "der Krankenhausplaner". Im Krankenhausbau sah er eine eigene Wissenschaft, nach und nach galt er als anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet.
So zählen zu seinen bedeutendsten Bauten die Krankenhäuser in Meran, Bruneck, Sterzing und Innichen. Besonderen architektonischen Eindruck haben darüber hinaus seine klaren, funktionalen Villenbauten und Privathäuser hinterlassen, so die Villen Fellin (1973/74) in Brixen und jene der Familie Wierer (1971/72) in Chienes/Pustertal, die leider 2008 abgerissen wurde.

altEine Monografie über sein Werk als eines der wichtigsten der Nachkriegsmoderne in Südtirol erschien 2010 im Folio-Verlag.
"Funktionalität und Ästhetik, schlichte Formensprache und Wahrhaftigkeit in den Materialien sind die Signatur seines Schaffens, seien es Landhäuser oder Villen, Schulen oder Krankenhäuser, Hotels oder Gemeindehäuser. Im Band „Franz Prey“ geben einleitende Essays Einblick in das Leben und Werk des Architekten, beschreiben seine Zeitgenossenschaft etwa mit Gerhard Garstenauer sowie die Zusammenarbeit z. B. mit Giuseppe Caronia, Professor für Architektur in Rom und Palermo."


In der Freizeit widmet er sich seiner musikalischen Leidenschaft. Diese begrenzt sich nicht nur auf das regelmäßige Klavierspiel. Schon zur Jugendzeit hat er kleinere Kompositionen geschrieben. Der Blasorchestermusik, die in seiner Heimat besonders gepflegt wird, hat er einige Arrangements hinzugefügt. Seine Instrumente sind beispielsweise zwei elektronische Konzertorgeln und ein Bösendorfer Flügel. Die Liebe zur Musik entdeckte er durch seinen Vater und seinen Onkel, einem Chorleiter und Sänger. Gemeinsam mit dem Komponisten Karl Safaric arbeitet er auch an Konzertwalzern.

Bis zu seinem Tod lebte und arbeitete er in der Residence Arnika, die er in den Jahren 1963–64 entworfen und gebaut hat.


EDLER, Michael: „Franz Prey – Architekt“
Mit Gastbeiträgen von Sandy Attia und Carlo Calderan.
Gebunden mit Schutzumschlag, dt./ital., 120 Seiten, zahlreiche farbige Fotos uund Grundrisse mit technischen Zeichnungen.
ISBN 978-3-85256-383-1

Fotos: Details der Villa Wierer und der Monographiealt

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Architektur > Franz Prey - Ein Architekt und Musiker

Mehr auf KulturPort.De

200 Jahre Kunstverein in Hamburg
 200 Jahre Kunstverein in Hamburg



„Just what is it that makes today’s Kunstverein so different? So appealing?” Nach Charity Auktion (14.9.) und Festakt im Rathaus (22.9.) klingen mit einer  [ ... ]



Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen
 Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen



Was denn? Das Volk sei unfähig, Politisches zu durchschauen oder gar mitzuregieren? Liest man dies im Buch „Fassadendemokratie“, dann ist man bass erstaunt, [ ... ]



„Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik
 „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik



Er inspirierte Künstler wie Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und die Village People, seine markanten erotischen Zeichnungen veränderten radikal das Selbstverst [ ... ]



Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem
 Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem



Gerade war sie noch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören und debütierte – nun kommt zeitnah dazu ihr Debütalbum auf dem Markt. Gemeinsam mit Piani [ ... ]



Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel
 Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel



Es ist dunkel in der Hamburger Gralsburg, als Achim Freyer mit seiner „Parsifal“-Interpretation den Start in die neue Saison der Staatsoper zelebriert. Der 8 [ ... ]



Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage
 Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage



Wie kann ein Künstler heute ungebunden und frei arbeiten? Ungebunden ist durchaus möglich – frei arbeiten stößt aus unterschiedlichen Gründen an Grenzen.  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.