Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 1034 Gäste online

Neue Kommentare

C.Müller zu Roots – Katja und Marielle Labèque zum Schleswig-Holstein Musik Festival in der Laeiszhalle: Erhalt des Kultursommers auf der Trabrennbahn Bah...
Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...

Anzeige

Lange Nacht der Museen Hamburg 2017

Hamburger Architektur Sommer 2015


Architektur

„Back to the roots“ – der historische Eingang der Hamburg Kunsthalle reloaded

Drucken
(89 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 31. Mai 2016 um 15:19 Uhr
„Back to the roots“ – der historische Eingang der Hamburg Kunsthalle reloaded 4.4 out of 5 based on 89 votes.
„Back to the roots“ – der historische Eingang der Hamburg Kunsthalle reloaded

Mit neuem Eingang, sensibler Neuhängung und stark akzentuiertem Sammlungsschwerpunkt im 19. Jahrhundert besinnt sich die Hamburger Kunsthalle nach dreijähriger Umbauphase wieder auf ihre Ursprünge. Städteplanerisch mag das problematisch sein, das neue Entree jedoch ist traumhaft schön – und weist auch noch in die richtige Himmelsrichtung: Mit Blick über die Binnenalster sich hier auf den Stufen die Abendsonne ins Gesicht scheinen zu lassen, ist einfach ein Genuss.

Es war eine Herzensangelegenheit des im Herbst scheidenden Direktors Hubertus Gaßner. Bereits bei seinem Antritt 2006 entwickelte er die Vision, den historischen Eingang des Gründungsbaus wiederzubeleben. Ein neues Entree war in der Tat mehr als überfällig. Der kleine, seitliche Eingang im „Neubau“ wirkte Zeit seines Bestehens als Notlösung, hatte jedoch den Vorteil, nahe am Hauptbahnhof zu liegen. Die ganze Eingangsproblematik lässt sich nur verstehen, wenn man die Geschichte der Hamburger Museumsinsel kennt. Dem Gründungsbau von 1869 (im Stil der italienischen Renaissance von Georg Theodor Schirrmacher und Hermann von der Hude entworfen), folgte 1909 ein Erweiterungsbau von Fritz Schumacher in Richtung Hauptbahnhof. Und auf der anderen Seite, Richtung Alster, eröffnete 1996 die Galerie der Gegenwart von Oswald Mathias Ungers. Dazu gesellte sich 2003 noch das Hubertus-Wald-Forum als neuer Ausstellungsraum für Wechselausstellungen.

Drei Häuser, drei Eingänge – keine wirklich befriedigende Situation, zumal die Personalkosten explodierten. So war die Zustimmung seitens der Stadt zu den umfassenden Umbaumaßnahmen und der Verlegung des Eingangs auch an die Auflage geknüpft, zwei Eingänge einzusparen. Und das ist nun auch der Wermutstropfen bei all dem Jubel über das Ergebnis der großzügigen 15-Millionen-Sachspende der Dorit & Alexander Otto Stiftung und den knapp sieben Millionen Euro, die seitens der Stadt für ein supermodernes Depot und ansprechende Außenanlage dazu kamen. Jede einzelne Modernisierung ist für sich genommen gelungen: Das lichtdurchflutete Foyer, der sensible Mix zwischen kühler Glasfront und historistischer Pracht, die minimalistische Lichtgestaltung, der aufwendig restaurierte, historische Terrazzo-Boden, die Serviceeinrichtungen (Barrierefrei mit neuen Fahrstühlen), die unzähligen Modernisierungsmaßahmen hinter den Kulissen – alles bestens.

Aber: Man kann (offiziell) nicht mehr über das Hochplateau in die Galerie der Gegenwart gelangen Der Eingang dort ist zu und mit Lichtfolie verklebt.
Der Weg zur zeitgenössischen Kunst führt nur durch den langen, unterirdischen, von Jenny Holzer gestalteten „Geburtskanal“ (Hubertus Gaßner). Das ist wahnsinnig umständlich und widerspricht allen Bekundungen von Stadt und Museum, sich möglichst einladend offen zu präsentieren. Die Galerie der Gegenwart muss wieder direkt zugänglich sein. Mal sehen, was Gaßners Nachfolger dazu einfällt.



Abbildungsnachweis:
Header: Besucher_innen auf der großen Treppe im umgestalteten Eingangsfoyer der Hamburger Kunsthalle. © Hamburger Kunsthalle. Foto: Jann Wilken
Galerie:
01. und 02. Der neue Eingang. Foto: Kay Riechers
03. das neue Eingangsfoyer. Foto: Kay Riechers

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Blog > Architektur > „Back to the roots“ – der historische E...

Mehr auf KulturPort.De

200 Jahre Kunstverein in Hamburg
 200 Jahre Kunstverein in Hamburg



„Just what is it that makes today’s Kunstverein so different? So appealing?” Nach Charity Auktion (14.9.) und Festakt im Rathaus (22.9.) klingen mit einer  [ ... ]



Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen
 Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen



Was denn? Das Volk sei unfähig, Politisches zu durchschauen oder gar mitzuregieren? Liest man dies im Buch „Fassadendemokratie“, dann ist man bass erstaunt, [ ... ]



„Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik
 „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik



Er inspirierte Künstler wie Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und die Village People, seine markanten erotischen Zeichnungen veränderten radikal das Selbstverst [ ... ]



Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem
 Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem



Gerade war sie noch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören und debütierte – nun kommt zeitnah dazu ihr Debütalbum auf dem Markt. Gemeinsam mit Piani [ ... ]



Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel
 Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel



Es ist dunkel in der Hamburger Gralsburg, als Achim Freyer mit seiner „Parsifal“-Interpretation den Start in die neue Saison der Staatsoper zelebriert. Der 8 [ ... ]



Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage
 Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage



Wie kann ein Künstler heute ungebunden und frei arbeiten? Ungebunden ist durchaus möglich – frei arbeiten stößt aus unterschiedlichen Gründen an Grenzen.  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.