Zum Anfang

Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 973 Gäste online

Neue Kommentare

Friedrich von der Lange zu „Snowden” – Patriot oder Verräter? : Von keinem anderen, als von Ollie Stone hätte ic...
Hein Daddel zu „Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue: Ein starker Film über eine starke Frau. Sehr gut...
Gerhard P. zu OKRA – Piano & Field Recordings: Wunderbar und spitzfindig geschrieben. Macht Spa...
Hans G. Gohlisch zu Chefredakteur von ZEIT ONLINE spricht über "Community Engagement und New Storytelling: Eigentlich habe ich einen Bericht über David Hoc...
adarompf@gmx.de zu „Mahana – Eine Maori-Saga”. Zwischen Tradition und Tyrannei : In allen Facetten genaue Beschreibung des Films, ...

Anzeige

Spezial - Lange Nacht der Museen 2016

Spezial - Hamburger Architektur Sommer 2015


Architektur

Im Gespräch: Claus Friede mit dem Architekten Heiner Limbrock

Drucken
(262 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von Claus Friede  -  Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 12:36 Uhr
Im Gespräch: Claus Friede mit dem Architekten Heiner Limbrock 4.6 out of 5 based on 262 votes.

CF: Obwohl ein spürbares Interesse für Stadtentwicklung vorhanden ist: Glauben Sie, dass die Hamburger gerade was solche Bauprojekte wie die „Living Bridge“ und was zeitgenössische Architektur im Allgemeinen angeht konservativ sind?

HL: Es gibt in der Hansestadt beide Lager, ein sehr konservatives, mit der Tendenz generell erst einmal gegen neue Projekte zu sein. Und es gibt das aufgeschlossene Lager. Nach meiner Beobachtung ist dies allerdings etwas kleiner, und das Konservative ist etwas lauter. Eine offene Verbindung der Lager herzustellen, ohne vorgefasste Meinung, die genau weiß, was richtig ist, wäre mir wichtig. Aber ich glaube, da unterscheidet sich Hamburg nicht von anderen Städten.
Man mischt sich ein, man lässt die Dinge nicht so einfach geschehen wie beim Beispiel Gängeviertel. Über 10 Jahre hat man sich um den Ort nicht wirklich gekümmert und plötzlich entsteht aus einer bestimmten Gemengelage von gesellschaftlichen Intentionen und Ereignissen schließlich eine öffentlich geführte Diskussion. Daraus entwickelt sich ein wachsendes Interesse und die Einzelmeinungen bündeln sich.

CF: Gibt es denn auch eine architektonische, städteplanerische Herausforderung, der Sie sich werden stellen müssen oder besonders kritisch begleiten werden?

HL: Die HafenCity natürlich, die braucht noch Zeit, es gibt die stadtplanerische Absicht, aber die ist ja noch nicht fertig. Jörn Walter sprach von einem Zeitraum bis zum Jahr 2025.
Die Herausforderung ist – wie bereits erwähnt - die Einbeziehung der südlichen Stadtteile und besonders die mögliche Verlagerung der Universität auf das südliche Elbufer.

CF: Im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit im Vorstand des BDA Hamburg taucht immer wieder der Begriff „Meinungsführerschaft“ auf. Was steckt alles für Sie in diesem Begriff?

HL: Dieser Begriff ist mir „umgehängt“ worden, warum, habe ich nicht so genau herausbekommen können. Aber egal, ob es das Architektur Centrum oder den BDA betrifft, Meinungen lassen sich subsumieren. Das sehe ich nicht unter mathematischen Gesichtspunkten, sondern als Widerstreit von Meinungen. Meinungsdifferenzen werden in beiden Institutionen ausgetragen, und es entstehen teilweise streng geführte fachliche Auseinandersetzungen. Wenn man die verschiedenen Meinungen extrahiert und man kommt zu einem Konsenzergebnis oder eine Meinung setzt sich durch – aus welchen Gründen auch immer – dann sprechen wir von Meinungsführerschaft. Diese Führerschaft ist dann relevant. Gegen die habe ich mich nie gewehrt, im Gegenteil, die habe ich dann vertreten, weil sie schon intern stark geworden ist. Das ist der Grund, warum das Architektur Centrum eine Relevanz und Stärke hat, weil sie alle Meinungen zunächst einbezieht, dann aber daraus eine Meinungsführerschaft entwickelt.

CF: Wird die Zusammenarbeit mit der IBA unter Ihrer Präsidentschaft sich verändern, noch stärker werden?

HL: Die Zusammenarbeit mit der IBA ist ausgezeichnet. Wir sind quasi im ständigen Austausch. Ich erwähnte schon, dass das Architektur Centrum der Konventionspartner ist. Dafür habe ich im Hamburger Rathaus einmal eine Unterschrift geleistet, und das ist eine Verpflichtung. Wir besprechen Ideen, wir begleiten die Öffentlichkeitsarbeit der IBA und richten beispielsweise im kommenden Sommer ein sogenanntes „IBA-Frühstück“ aus. Das sind informelle Treffen bei denen wir Inhalte kommunizieren können.

CF: Was sind Ihre weiteren Pläne für die kommenden Amtsjahre?

HL: Besonders zwei Ziele verfolge ich: Den Ausbau der Diskussionsforen aller Beteiligten, von Stadtplanern und Ingenieuren über Soziologen bis zur Verwaltung und den Politikern. Dieses Profil möchte ich wahrnehmbar schärfen.
Der zweite Aspekt ist die Weiterbildung von Architekten und denen, die in deren Umfeld tätig sind. Manchmal polarisieren die Fachbereiche, an Stellen, an denen sie das eigentlich nicht sollten. Vielmehr können sie voneinander lernen. Die Themen der Weiterbildung sind, wie und was heute gebaut werden kann. Wir bauen ja nicht mehr wie im 19. Jahrhundert, obwohl wir häufig immer noch so tun. Es gibt heute ganz andere und neue Herausforderungen. Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um und wie berücksichtigen wir Nachhaltigkeit in der Architektur? Es gibt bereits ein benennbares gesellschaftliches Bedürfnis danach, das sich auch noch weiter entwickeln wird, und damit müssen sich Architekten auseinandersetzen. Dieses Bedürfnis wird die Architektur verändern und beeinflussen. Das ist ein riesiges Thema!
Wir benötigen übrigens auch die Industrie und die Wirtschaft als Partner, denn sie sind diejenigen, die produzieren. Wenn es bestimmte Technologien und Materialien noch nicht gibt, dann müssen diese entwickelt und produziert werden. Das sind die wesentlichen Aufgaben.


 

Bücher & CDs – wissen was sich lohnt

OKRA – Piano & Field Recordings
Kultur Magazin



Die Okra, auch Gemüse-Eibisch, ist eine Gewächsart aus der Familie der Malvengewächse. Sie ist eine aus dem Hochland Ostafrikas stammende Pflanze, [ ... ]



Till Brönner: The Good Life
Kultur Magazin



Baba-bäää, baba-bo-bääääbää – die Trompete ist unverkennbar, der smoothe und doch intensive Sound auch. Till B [ ... ]



Neil Cowley Trio: Spacebound Apes
Kultur Magazin



„Dies ist ein Projekt, an dem ich lange gearbeitet habe. Es beinhaltet Themen wie Schuld, Angst, Verlust und Sehnsucht – mit ein paar überraschenden [ ... ]



Melt Trio: Stroy
Kultur Magazin



Die beiden Brüder Peter (Gitarre) und Bernhard Meyer (Bass) sowie Moritz Baumgärtner (Drums) bringen ihr drittes Album heraus: Stroy.
Die archaische V [ ... ]



Mehr auf KulturPort.De

„Snowden” – Patriot oder Verräter?
Kultur Magazin



Das Schlachtfeld heißt Cyberspace, und für US-Regisseur Oliver Stone ist sein Protagonist ein Widerstandskämpfer mit Vorbildfunktion. Ziviler Ung [ ... ]



Ars apodemica – Foto-Text-Reisen mit Boris von Brauchitsch
Kultur Magazin



„Manchmal fotografiert man die Welt, um sie und sich selbst besser verstehen zu können, eignet sich Dinge durch Abbilder an, um sie sich zu gegebener Zeit [ ... ]



Saisonstart mit philharmonischem Glück und symphonischem Tiefgang
Kultur Magazin



Die Hamburger Philharmoniker mit Kent Nagano punkten bei ihrer Saisoneröffnung mit Brahms’ Erster. Die Symphoniker Hamburg holen mit Thomas Adè [ ... ]



Jonas Burgert – Hälfte Schläfe
Kultur Magazin



Die Hamburger Produzentengalerie in der Admiralitätsstraße zeigt bis zum 30. Oktober 2016 Werke von Jonas Burgert. Seit der Ausstellung „Geschichtenerzä [ ... ]



„Alice und das Meer” – oder das Ende der Treue
Kultur Magazin



Lucie Borleteau inszeniert die Odyssee ihrer Protagonistin ästhetisch virtuos als Chronik einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung: sinnlich, melancholis [ ... ]



Gilla Cremer auf der Spur der Geheimisse wahrer Freundschaft
Kultur Magazin



Was ist eigentlich Freundschaft? Wie entsteht sie? Was hält langjährige Freunde zusammen? Was kann sie trennen? Was ist bei Freundschaft anders als bei Liebe?  [ ... ]



Weitere aktuelle Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Events