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Film
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Geschrieben von: Claus Friede   
Montag, den 02. Februar 2009 um 15:05 Uhr
Die Glücklichen

Mit diesem Dialogzitat wirbt ein Film, der bislang nur beim Filmfest in München gezeigt wurde und nun seit Dezember 2008 in Hamburg im Abaton Kino zu sehen ist.

Sein Titel: „Die Glücklichen“, von Jan Georg Schütte.

 

 

Die GlücklichenHans Schiller (Stephan Schad), verlassen von Freundin und beruflichem Geschick als Schriftsteller, hat mit Mitte 40 beschlossen, endlich Erfolg zu haben. Und das soll nun gefeiert werden, nicht in der Urbanität der Großstadt, nein, auf dem Land: einsam gelegenes Haus mit Seegrundstück, eigenem Bootssteg und Ruderboot. Doch das Fest mit guten alten Freunden aus der Studienzeit, Helene und Tom (Meret Becker und Oliver Sauer), entwickelt eine merkwürdige Eigendynamik. Jeder der drei Freunde hat seinen neuen Partner dabei, man kennt sich seit ein paar Tagen oder maximal ein paar Wochen: Hans neueste Eroberung Angela (Pheline Roggan), Helenes Wochenabschnittsgefährte Werner (Ole Schlosshauer) und Toms Bekanntschaft Charlotte (Susanne Wolff) helfen mit, die vermeintlich glückliche Versammlung auseinanderbrechen zu lassen und neue Allianzen zu bilden. Eifersucht, Liebesgeständnisse, verpasste Chancen, Stimmungswechsel, Absurditäten sind die gelungenen Zutaten. Ein überraschendes Ende löst die Gesellschaft auf.

Sehenswert ist übrigens auch der Trailer, den man noch besser versteht, wenn man den Film bereits gesehen hat... (http://www.diegluecklichen-film.de/trailer.html)

Die GlücklichenKinohighlights sind Kostbarkeiten, die man am liebsten behutsam aufbewahren möchte und gerne auch wiederholt anschaut. Der neue Film von Regisseur und Schauspieler Jan Georg Schütte gehört genau in diese Kategorie. Ihm, den Schauspielern, dem Cutter und Team ist es gelungen, einen künstlerischen Film zu präsentieren, der für mich auch schon im Januar zu einem Filmhighlight des Jahres 2009 zählt. Sicherlich zuckt der eine oder andere gleich bei der Begriffskombination „künstlerischer Film“ zusammen, ist doch die blockbuster- und box-office-hit-gewöhnte Kinogemeinde eher an Mainstream interessiert. Aber es gibt eben auch die kostbaren Ausnahmen: „Die Glücklichen“ ist künstlerisch und hat gleichzeitig Bodenhaftung, keine abgehobene Avantgarde. Im Gegenteil, der Film bleibt an jeder Stelle nachvollziehbar, er stellt seine Protagonisten so vor, dass man meint, alle durch die Bank zu kennen, oder zumindest ist man genau solchen Menschen schon einmal begegnet. Künstlerisch also im besten Sinne des Wortes.



 

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