Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 861 GĂ€ste online

Neue Kommentare

Sabine Carbon zu „Karl Marx, Das Kapital“. Eine Hommage im Museum der Arbeit: Bei zu viel Text hilft vielleicht unser Kinderbuc...
Sabine Albrecht zu Neues Angebot der Kunstmeile Hamburg: Der 3-Tage-Kunstmeilenpass: Guten Tag,
ich suche nach einer ErklÀrun...

B.F.Schwarze zu 100 Jahre VolksspielbĂŒhne HĂŒsung : Hallo, Frau Lampert,
leider gibt es nicht ...

Angela zu „The Square”. Oder das Zeitalter des Misstrauens: Oh, dann Danke fĂŒr den Lang-Spoiler - da muss ja...
Eva-Maria Reinders zu Opernstars auf der Leinwand – die Met-Saison im Kino: 14.10.17
ich habe schon mehrere AuffĂŒhrun...

ï»ż
Meinung

mail aus riga - Nebels Welt XIV

Drucken
(251 Bewertungen - Wie es Euch gefÀllt!)
Sonntag, den 10. Februar 2013 um 10:00 Uhr
mail aus riga - Nebels Welt XIV 4.4 out of 5 based on 251 votes.
mail aus riga - Nebels Welt XIV

Von Prophezeiungen, von einem kleinen Land, das große Leute hervorbringt und von einem Vorschlag, wie man das nutzen sollte.
Als vor 13 Jahren der Interntionale Studiengang Medien- und Kulturmangement der Presse in Deutschland vorgestellt wurde, wurde der damalige PrĂ€sident und jetzige EhrenprĂ€sident der Hochschule fĂŒr Musik und Theater, Hamburg, Professor Hermann Rauhe mit den Worten zitiert: „Wir haben es geschafft, wenn die Leute sagen: Die Letten kommen!“

Nun sind zwar berĂŒhmte KĂŒnstler da, aber mit Lettland bringt man dies nicht so ohne Weiteres in Verbindung. So findet am 1. Februar 2013 die AuffĂŒhrung von Alvis Hermanis „Schwarze Milch“ im Thalia Theater Hamburg statt. Die Karten waren im Nu vergriffen und das bei einer BĂŒhne vonÂ ĂŒber 900 PlĂ€tzen. Im Theaterjargon wird er als BegrĂŒnder eines „radikalen Realismus“ gefeiert. Das er aus Letttland kommt, findet sich eher im Kleingedruckten.

Ähnlich liegt es bei Elina Garanca (Ihre Mutter ist ĂŒbrigens Dozentin an der Kulturakademie Lettlands). Ihr Name klingt in deutschen Ohren doch recht spanisch. Denn blonde Haare gibt es auch dort mit und ohne kosmetischer Hilfe. Ihrer Kollegin Netrebko geht es da schon besser; in der Regel weiss man, dass sie aus Russland kommt, obwohl ihr Namensende mehr auf die Ukraine schließen lĂ€sste. Und das sie jetzt zu mĂŒtterlicher Breite neigt, sollte man nicht auf die Geburt ihres Kindes zurĂŒckfĂŒhren.
Es ist wohl eher der Frust. Nach ihrem Mann befragt, muss sie immer sagen „Schrott“. Da helfen wirklich nur Pralinen. So eine gĂ€ngige Schmonzette aus der Welt der Oper.

Ein weiterer Fall: Simon Rattle hat soeben bekannt gegeben, ab 2018 als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker aufhören zu wollen. NatĂŒrlich hat dies eine Welle von Spekulationen ausgelöst, wer denn Nachfolger werden könne, denn dies Orchester ist eines der ganz wenigen mit I a Bewertungen der ganzen Welt.

Überall dabei waren Mariss Jansons und Andris Nelsons, so auch in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 17. Januar 2013. Bei Nelsons denkt der globale Deutsche eher an den britischen Admiral Nelson, der auf einer SĂ€ule auf dem Trafalgar Square in London steht. Von ihm ist ja ĂŒberliefert, dass er sein Fernrohr vor sein blindes Auge hielt und sagte, er sehe keine spanische Armada, und dann ging es auch schon los. Den Kampf hat seine Flotte gewonnen, drum steht es jetzt auch in einsamer Höhe. Auch Jansons klingt in besagten Ohren eher skandinavisch. Dies nur einige Beispiele.
Ich glaube, es wĂ€re fĂŒr Lettland eine gute PR-Strategie, aktiv mit diesen Namen zu werben, denn sie zeigen auch, welche breite Kulturlandschaft es in Lettland geben muss. Und dies wĂ€re fĂŒr bildungsbĂŒrgerliche Schichten ein großer Reiz, sich das mal vor Ort anzusehen. Aber dies wĂ€re dann wieder eine ganz andere Geschichte.

Ihr Klaus Peter Nebel


Prof. Dipl.-Bibl. Prof. h.c. Klaus Peter Nebel ist Leiter des Studiengangs Kultur- und Medienmanagement an der Lettischen Kulturakademie in Riga/Lettland. Von 2007 - 2010 arbeite er als Professor fĂŒr Marketing- und Unternehmenskommunikation an der UMC (University of Management and Communication), Berlin, Potsdam; In den Jahren 2007 und 2008 war er als Direktor der Konzernkommunikation der maxingvest AG, Hamburg tĂ€tig (Holding fĂŒr Beiersdorf AG, Tchibo GmbH, tesa AG) und Leiter der Unternehmenskommunikation der Tchibo GmbH, Hamburg. Über 20 Jahre, von 1983 bis 2007 war er Leiter Presse & Public Relations der Beiersdorf AG in Hamburg.

Header-Foto: Latvia.lv

Copyright: mail aus riga | Latvijas Kulturas akademija
Anhänge:
Diese Datei herunterladen (mailausriga_0213.pdf)mailausriga_0213.pdf[ ]3569 Kb

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > Meinung > mail aus riga - Nebels Welt XIV

Mehr auf KulturPort.De

Kopf-Hörer 18
 Kopf-Hörer 18



Alexander M. Wagner ist 22 Jahre jung. Er brilliert bei TYXart mit Tschaikowskys b-Moll-Klavierkonzert und prĂ€sentiert seine eigene zweite Symphonie. Außerdem  [ ... ]



Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle
 Andreas Brandhorst: „Das Erwachen“ – Maschinenintelligenz außer Kontrolle



Dieser Thriller hat es in sich. „Das Erwachen“ bestĂ€tigt all unsere Ängste und BefĂŒrchtungen: Maschinenintelligenz (MI) bemĂ€chtigt sich der KĂŒnstlichen  [ ... ]



All Johr Wedder – Schöne Bescherungen im Ohnsorg Theater
 All Johr Wedder – Schöne Bescherungen im Ohnsorg Theater



Oje, du Fröhliche! Das Ohnsorg Theater stimmt mit „All Johr wedder“, der plattdeutschen Fassung von Alan Ayckbourns „Schöne Bescherungen“, auf die Weih [ ... ]



add art 2017 – von der Wirkung von Kunst in Unternehmen
 add art 2017 – von der Wirkung von Kunst in Unternehmen



Seit dem Jahr 2013 findet die „add art“ in Hamburg statt und seit jenem Jahr nehmen unterschiedliche Unternehmen der Hansestadt daran teil, ihre TĂŒren fĂŒr  [ ... ]



Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden
 Weihnachtsoratorium vom Ensemble Resonanz: Frohlocken unter Freunden



Seit 2014 spielt das Ensemble Resonanz jedes Jahr seine ganz eigene Fassung von Bachs „Weihnachtsoratorium“ im Resonanzraum im Bunker an der Feldstraße in H [ ... ]



„Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die KĂŒnstler des Goldenen Zeitalters“
 „Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die KĂŒnstler des Goldenen Zeitalters“



Reproduktionen und Variationen sind keine Erfindung der Moderne. Wie „Die Geburt des Kunstmarktes“ im Bucerius Kunst Forum zeigt, gingen schon „Rembrandt,  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche FunktionalitÀt bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.