Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 745 Gäste online

Neue Kommentare

C.Müller zu Roots – Katja und Marielle Labèque zum Schleswig-Holstein Musik Festival in der Laeiszhalle: Erhalt des Kultursommers auf der Trabrennbahn Bah...
Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...

Anzeige


CDs KlassikKompass

Felix Klieser: Horn Concertos

Drucken
(84 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 05. Mai 2015 um 13:37 Uhr
Felix Klieser: Horn Concertos 4.6 out of 5 based on 84 votes.
Felix Klieser: Horn Concertos

Das Doppelhorn ist ein ästhetisch wunderschönes Instrument. Es ist eine Kombination des B-Horns mit dem F-Horn und bietet somit eine große Flexibilität an Intonation und Klangfarbe.
Im Orchester hat sich es sich als universelles Instrument etabliert. Als Soloinstrument ist es eher Rarität. Der Echo Klassik-Gewinner 2014 in der Kategorie Nachwuchs Felix Klieser spielt dieses Hornmodell 103 der Gebrüder Alexander und liebt „den besonderen Klang“ und somit in „beiden Hornwelten zuhause sein zu können“. Durch ein Ventil schaltet der Musiker entweder das kürzere B-Horn oder das längere F-Horn.

altFelix Klieser wagt sich mit seinem zweiten Album an die Horn-Konzerte von Joseph und Michael Hadyn sowie an eine rekonstruierte Fassung eines vermeintlichen Hornkonzerts von Mozart. Gemeinsam mit dem guten Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung des armenischen Dirigenten Ruben Gazarian wurde von November 2014 bis Januar 2015 aufgenommen und im April bei Berlin Classics veröffentlicht.
Das Württembergische Kammerorchester (WKO) hat über viele Jahre hinweg Nachwuchstalente gefördert, so auch nun Klieser. Christoph Becher, der mittlerweile ehemalige Intendant des WKO, hat der Anfrage des Labels zu dieser Aufnahme gerne zugestimmt. Das Ergebnis der Einspielung kann sich hören lassen!

Ungewöhnlich beeindruckend spielt Klieser die sehr unterschiedlichen Hornpartien und nicht umsonst wird er als ein besonderes Talent hofiert. Was dieses Album überzeugend macht, ist der phänomenale Klang und die gestalterischen Spielräume aller 11 Sätze der drei erwähnten Komponisten. Die Gestaltung wird normalerweise durch die rechte Hand im Trichter des Instruments ausgeführt. Das ist Klieser nicht vergönnt, denn er muss die Ventile seines Horns ohne Arme und Hände bedienen, spielt stattdessen das an einem Display befestigte Instrument mit seinem linken Fuß. „Die Hand im Trichter kompensiert Klieser mit seinen Lippen und der Luftzufuhr“, sagt Becher „und er leistet erstaunliches! Wenn man Hornisten-Kollegen danach fragt, dann erhält man höchste Anerkennung für diese einzigartige Leistung.“

Felix Klieser gibt sich oft als Perfektionist, er suche bis er den perfekten Klang finde. Manchmal kommt er in seiner Art ein wenig zu makellos daher und zu viel wollend mit seinen 23 Jahren. Das Publikum bei Live-Konzerten sollte ihm trotz der vielen Auszeichnungen zugestehen, am Anfang seiner Karriere zu sein und auch noch lernen zu müssen. Neben all dem technischen Erklärungs- und Aufklärungsbedarf plädiert der junge Musiker zu recht für eine künstlerische und kritische Auseinandersetzung mit seinem Tun. Er will keinen Bonus und keinen Mitleidsrespekt. Er will Normalität. Die Verantwortlichen und Ratgeber sollten ihn in Ruhe weiter aufbauen und entwickeln lassen.

Sein Spiel hält wohltuende heitere Leichtigkeit und eine gehörige Portion an Gefühlen bereit. In einem Interview sagt Klieser, dass er während des Spiels sich angenehme Vorstellungen machen kann und die gute Laune sich auf alles niederlässt. Die Musik nimmt dann genau dieses Gefühl auf und gibt es weiter.

Felix Klieser wird mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn im Herbst 2015 auf Konzerttour gehen, elf Stationen stehen schon fest, sagt Christoph Becher – auch eine Reihe in Norddeutschland.

Felix Klieser: Horn Concertos
Joseph & Michael Haydn
Mozart Fragments
Orchester: Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Dirigent: Ruben Gazarian
Berlin Classics (Edel)
ASIN: B00U85QCRC

Video: Felix Klieser about his CD with Horn Concertos of Joseph & Michael Haydn and W.A. Mozart


Abbildungsnachweis:
Header: Felix Klieser Foto: PR/June Artists Management © Maike Helbig

CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs KlassikKompass > Felix Klieser: Horn Concertos

Mehr auf KulturPort.De

200 Jahre Kunstverein in Hamburg
 200 Jahre Kunstverein in Hamburg



„Just what is it that makes today’s Kunstverein so different? So appealing?” Nach Charity Auktion (14.9.) und Festakt im Rathaus (22.9.) klingen mit einer  [ ... ]



Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen
 Fassadendemokratie und tiefer Staat. Das marktgetreue Grinsen



Was denn? Das Volk sei unfähig, Politisches zu durchschauen oder gar mitzuregieren? Liest man dies im Buch „Fassadendemokratie“, dann ist man bass erstaunt, [ ... ]



„Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik
 „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik



Er inspirierte Künstler wie Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und die Village People, seine markanten erotischen Zeichnungen veränderten radikal das Selbstverst [ ... ]



Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem
 Serenata Italiana – Raphaela Gromes und Julian Riem



Gerade war sie noch beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören und debütierte – nun kommt zeitnah dazu ihr Debütalbum auf dem Markt. Gemeinsam mit Piani [ ... ]



Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel
 Achim Freyer und sein „Parsifal“ in Hamburg: Viel Bühne, wenig Weihe, eine Menge Spiel



Es ist dunkel in der Hamburger Gralsburg, als Achim Freyer mit seiner „Parsifal“-Interpretation den Start in die neue Saison der Staatsoper zelebriert. Der 8 [ ... ]



Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage
 Jens Düppe: Dancing Beauty. Eine Hommage an John Cage



Wie kann ein Künstler heute ungebunden und frei arbeiten? Ungebunden ist durchaus möglich – frei arbeiten stößt aus unterschiedlichen Gründen an Grenzen.  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.