Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 724 Gäste online

Neue Kommentare

Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...
Elisabeth Warken zu Gurre-Lieder in der Elbphilharmonie: Zu wenig Vertrauen in die leisen Töne: Die Kritik zu den Sängern kann ich nicht ganz ve...

Anzeige


CDs JazzMe

Laura Winkler & Wabi-Sabi Orchestra: Paper Clips

Drucken
Dienstag, den 15. April 2014 um 18:13 Uhr
Laura Winkler - Wabi-Sabi Orchestra  Paper Clips

Fragen Sie sich auch immer, ob das schon dazugehört, wenn das Orchester sich kurz vor Konzerten aufwärmt und die Instrumente stimmt – gerade wenn Modernes auf dem Programm steht? Auch Laura Winkler und das Wabi-Sabi Orchestra beginnen mit so einer scheinbar ungeordneten Klangcollage ihre „Paper Clips“. Eventuelle Irritationen lösen sie jedoch schnell auf. Was auf der CD – ihrer ersten mit den jungen deutschen Musikern – zu hören ist, überrascht. Gewöhnungsbedürftig, weil manchmal dissonant und ungewohnt, vielschichtig, kantig-eigen.

Mit ihrer klaren Stimme reiht sich Winkler nahtlos ein in die Fülle der Instrumente. Haruki Murakamis Texte finden bedeutungsvoll Raum in diesem Geflecht – in Zeilen, ganzen Zitaten oder als Inspiration. Es ist, als rückten die Worte mit jedem Ton näher heran: das Lachen, die Geschichten von himmelhohen Häusern und kalten Stahlbauten oder das Zirpen, Kreischen, Jaulen der Kreaturen, das selbst in Großstädten nicht untergeht. Irgendwann meint man zu hören, wie ein melancholischer Clown verloren und fröstelnd durch den Straßendschungel tänzelt, wie wilde Tiere lachend aus bröckelnden Kellerhöhlen hervorkriechen oder flirrend ein Ufo abhebt. Eindrucksvoll und modern klingt das, an vielen Stellen auch fremd – und doch nicht fremd.

Laura Winkler - Wabi-Sabi Orchestra  Paper ClipsVon einem „Wimmelbild“ spricht der Pressetext zur CD. Das soll die Vielzahl der möglichen Entdeckungen andeuten, die emotionale musikalische Erkundungen ermöglichen, wie man sie nach den ersten Klängen nicht vermuten mochte. Ermöglicht wird das auch durch die Präzision im Zusammenspiel der 12 exzellenten Musiker aus der Berliner Szene. Wabi-Sabi übrigens bedeutet im Japanischen „Schönheit im Schlichten“. Laura Winklers Musiker geben diesem Ausdruck eine eine neue Klangfarbe, eine besondere Facette.


Ungewöhnliche Farben und Höreindrücke entwirft die Musikerin und Komponistin Laura Winkler auf diesem Album – von eigenwillig, anregend, markant bis aufwühlend und brüskierend, leicht brüchig oder auch mild-wehklagend. Das letzte Stück der CD beginnt mit einem Wettlauf: Auf die Plätze, fertig, los! Ganz sicher ist dies das Versprechen, in Kürze weitere, bisher nie gehörte Klangbilder für ein neues Album zu sammeln.

Label: Traumton Records



JazzMe - In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter AboutJazz.

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs JazzMe > Laura Winkler & Wabi-Sabi Orchestra: Pape...

Mehr auf KulturPort.De

Philippe Quesne: Die Nacht der Maulwürfe – magische Farborigien
 Philippe Quesne: Die Nacht der Maulwürfe – magische Farborigien



Es gibt sie noch, die wundersamen Glücksmomente im Theater, die gestandene Kritiker (und Kritikerinnen) mit großen Augen dasitzen und staunen lassen wie Kinder [ ... ]



Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“
 Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“



Was für ein ungewöhnliches Stück! Eines? Nein: Was für drei ungewöhnliche Stücke – so intelligent, humorvoll und hintersinnig!
Mariano Pensottis „Lod [ ... ]



Vienna Vocal Consort: Nostre Dame
 Vienna Vocal Consort: Nostre Dame



Das Vienna Vocal Consort zählt seit Gründung im Jahr 2007 zu Österreichs renommiertesten Vokalensembles für Alte Musik. Deren neues Album „Nostre Dame“  [ ... ]



„Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit
 „Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit



Wie viel Tragik verkraftet ein Film in Zeiten von „Wonder Woman” oder „Atomic Blonde”? Tough ist angesagt, und viele Kritiker reagierten eher störrisch  [ ... ]



Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend
 Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend



Der Schlafrock war schwarz und nicht rot, wie am Vorabend in der Elbphilharmonie. Entsprechend seriös, ganz leise und melodisch der Einstieg.
Chilly Gonzales l [ ... ]



Sommerliche Musiktage in Hitzacker: Durchwoben vom ständigen Wandel
 Sommerliche Musiktage in Hitzacker: Durchwoben vom ständigen Wandel



Dass „die Tonkunst eine rührend-kurze Freude (ist), die aus dem Nichts entsteht und ins Nichts vergeht... eine kleine fröhliche Insel... die auf dem dunklen, [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.