Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 866 Gäste online

Neue Kommentare

Marlies Lampert zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo liebe Hüsungianer,
ich bin ca. 1999...

SingulART zu Kunstmuseum Wolfsburg: This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain: Grossartige Ausstellung war das! Wir haben unsere...
tommy zu Ensemble Resonanz zu Gast bei NEW HAMBURG: gute sache, dass sie mal aus ihrem bunker rauskom...
Lena Baal zu Zum Tode von Peter Härtling: Peter Härtling war nicht nur ein großartiger Sc...
Elisabeth Warken zu Gurre-Lieder in der Elbphilharmonie: Zu wenig Vertrauen in die leisen Töne: Die Kritik zu den Sängern kann ich nicht ganz ve...

Anzeige


CDs JazzMe

Guttenberger Brothers: One

Drucken
(271 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Dienstag, den 18. August 2015 um 10:00 Uhr
Guttenberger Brothers: One 4.8 out of 5 based on 271 votes.
Guttenberger Brothers: One

Manouche ist ein Begriff, der wohl nicht häufig mit dem Jazz zusammengebracht wird. Manouche nennen sich die in Südfrankreich und angrenzenden Regionen lebenden Sinti.
Die Guttenberger Brothers aus Stuttgart bringen nun die musikalischen Wurzeln ihres Volkes mit in den Jazz – sie machen eben Jazz Manouche. Das erste Album von Knebo und Mano Guttenberger sowie Branko Arnsek heißt „One“ und soll wohl ihr Anfang auf genau diesem Feld sein – wie so häufig beim Manouche passiert das „en famille“.

Guttenberger - One CoverWas die drei zusammen mit den Gastmusikern Stefan Koschitzki (sax), Christoph Raff (dr) und Frank Eberle (p) zu Gehör bringen, klingt relaxt und swingt. Und ist versehen mit diesem echt lebenshungrigen Touch. Manchmal hat es auch was von klassischem Barjazz – Sinatra scheint da ein wenig durch zu tröpfeln. Pop ist irgendwie auch dabei. Auf jeden Fall: Gefühle werden hörbar, Stimmungen schwingen mit. Entspannung macht sich breit.

Ungewohnt ist im ersten Moment, dass deutsche Texte zu solcher Musik gehören. Und: Erst spät meine ich, etwas erkennen zu können, das an Musikgut der Manouche erinnert. Ist aber nicht schlimm – es klingt gut. Ein paar Coverversionen in englischer Sprache passen dort ebenso prima rein. Es bleibt relaxt, dazu trägt die Stimme von Knebo bei. Und beim Song von Roger Cicero (zu zweit), muss man schon überlegen, ob hier nicht das Original zu hören ist, so sehr scheint es zu den Guttenberger Brothers zu gehören.

Gipsy Swing Style wird die Guttenberger-Mischung auf dem CD-Umschlag genannt. Was durchblitzt, lässt die Gedanken fließen: Ein Frühlingstag, an dem die Gitarre fröhliches Hüpfen über sattgrüne Wiesen vor Augen führt; Flöte und Klavier tupfen Punkte auf jeden Sonnenstrahl. Oder ein lebhaftes Zwiegespräch unter Freunden. Oder … Ach Sie werden es ja hören. Manchmal fragt man sich, ob und wie viel Inspiration der in Deutschland wohl bekannteste Sinti-Musiker Django Reinhardt beigesteuert hat. Einer seiner Titel – Artellerie Lourdes – ist auf jeden Fall auch auf dieser CD dabei. Passt.

Hier und da fehlt der CD noch ein kleiner Glanzpunkt, etwas Schimmer auf den rosigen Wangen. Aber das wollen wir nicht bemäkeln. Auf jeden Fall eine hörenswerte Scheibe.

Guttenberger Brothers: One
Knebo Guttenberger - Gesang, Rhythmusgitarre
Mano Guttenberger - Sologitarre
Branko Arnsek - Kontrabass
Stefan Koschitzli - Altsaxophon, Querflöte
Christoph Raff - Schlagzeug
Frank Eberle - Klavier
Label: 59Music

Videos zu #One:

I only have eyes for you
Meine beste Freundin

JazzMe - In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter AboutJazz.


Abbildungsnachweis:
Headerfoto: 59Music
CD-Cover

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs JazzMe > Guttenberger Brothers: One

Mehr auf KulturPort.De

Franz Andreas Meyer – Hamburgs vergessener Stadtplaner
 Franz Andreas Meyer – Hamburgs vergessener Stadtplaner



Kennen Sie die Heiligengeistbrücke über das Alsterfleet? Die Feenteichbrücke an der Außenalster? Die Brooksbrücke, die vom Katharinenviertel zur Speichersta [ ... ]



Philippe Quesne: Die Nacht der Maulwürfe – magische Farborigien
 Philippe Quesne: Die Nacht der Maulwürfe – magische Farborigien



Es gibt sie noch, die wundersamen Glücksmomente im Theater, die gestandene Kritiker (und Kritikerinnen) mit großen Augen dasitzen und staunen lassen wie Kinder [ ... ]



Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“
 Mariano Pensotti: „Loderndes Leuchten in den Wäldern der Nacht“



Was für ein ungewöhnliches Stück! Eines? Nein: Was für drei ungewöhnliche Stücke – so intelligent, humorvoll und hintersinnig!
Mariano Pensottis „Lod [ ... ]



Vienna Vocal Consort: Nostre Dame
 Vienna Vocal Consort: Nostre Dame



Das Vienna Vocal Consort zählt seit Gründung im Jahr 2007 zu Österreichs renommiertesten Vokalensembles für Alte Musik. Deren neues Album „Nostre Dame“  [ ... ]



„Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit
 „Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit



Wie viel Tragik verkraftet ein Film in Zeiten von „Wonder Woman” oder „Atomic Blonde”? Tough ist angesagt, und viele Kritiker reagierten eher störrisch  [ ... ]



Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend
 Chilly Gonzales in Lübeck – atemberaubend mitreißend



Der Schlafrock war schwarz und nicht rot, wie am Vorabend in der Elbphilharmonie. Entsprechend seriös, ganz leise und melodisch der Einstieg.
Chilly Gonzales l [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.