Anzeige

AktionsPort - Gewinnspiele

Wer ist online?

Wir haben 872 Gäste online

Neue Kommentare

B.F.Schwarze zu 100 Jahre Volksspielbühne Hüsung : Hallo, Frau Lampert,
leider gibt es nicht ...

Angela zu „The Square”. Oder das Zeitalter des Misstrauens: Oh, dann Danke für den Lang-Spoiler - da muss ja...
Eva-Maria Reinders zu Opernstars auf der Leinwand – die Met-Saison im Kino: 14.10.17
ich habe schon mehrere Aufführun...

Constanze Rüttger zu Film Festival Cologne 2017: Einiges Bekanntes, einiges Brandneues: Ich habe bereits alle 6 Folgen von 'Broken' mit S...
Tim of Fonland zu „Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik: Ich habe geweint, dann gelacht und zum Ende wiede...

CDs JazzMe

Julia Biel: Love Letters and Other Missiles

Drucken
(275 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Donnerstag, den 22. Januar 2015 um 13:05 Uhr
Julia Biel: Love Letters and Other Missiles 4.8 out of 5 based on 275 votes.
Julia Biel: Love Letters and Other Missiles

Schon bevor die neue Silberscheibe von Julia Biel von meinem CD-Player eingesogen wurde, hatte ich von ihrem mehrfachen Auftauchen in der Playlist der Jamie-Cullum-Show bei der BBC gehört.
Rezensoren stellten die 34-Jährige zudem bereits in das Umfeld von Nina Simone mit aparten Beimischungen von Klängen à la Radiohead, Billie Holiday und Björk. Von der „besten britischen Sängerin seit einer Ewigkeit“ rauschte es gar im britischen Blätterwald. Meine Erwartungen für „Love letters and other missiles“ waren entsprechend hoch.


Biels neue Veröffentlichung ist nach den bisherigen Werken mit dem F-Ire Collective, Polar Bear, Soothsayers und der Kooperation mit Folk-Jazz-Gitarrist Jonny Phillips für ihr Debüt-Solo „Not Alone“ (2005) wieder was Eigenes. Zeitlose Songs und Ehrliches verspricht die Plattenfirma. Doch zunächst sucht man – natürlich – die Frau, die in den Radio-Shows gepriesen wurde. Nicht lange.
Was aus den Boxen kommt, ist rauchig, breit, relaxt. Und intensiv. Es kribbelt und changiert. Es mault und frotzelt auch mal, bricht auf jeden Fall die glatten Oberflächen, wo es zu stark spiegelt. Das Ganze zeugt von ungewöhnlichem Charakter.

Cover Julia BielEin intensives Erlebnis – zum Wegträumen. Und gleichzeitig als Starthelfer für einen aufregenden Tag. Es hat Jazz und stellt die moderne Sängerin und Songwriterin in den Vordergrund, mixt Soul und Pop dazu, bröselt eine Prise Eigenwilligkeit hinein. Ihr Studium der französischen und deutschen Literatur in Oxford tut den Texten ausnehmend gut; die bergen Tiefe und Authentisches. Und das Publikum bei Live-Shows zeigte bereits: Man fühlt sich rundum wohl damit.

Biel singt nicht nur, sie spielt auch Gitarre und Piano. Gleichzeitig bringt sie ihre Musiker Idris Rahman am Bass und Saleem Raman (Percussion) mit Fingerspitzengefühl ins Spiel – für den perfekten Rahmen. Der erscheint frisch und luftig, gleichzeitig tragfähig und glänzend. Perfekt. Was bleibt, ist der Eindruck: coole Stimme, starke Instrumentierung.

Ihr Titel „Nobody Loves You Like I Do“ kommt einem zudem bekannt vor. Kein Wunder: Der wurde schon im Sommer 2014 als EP veröffentlicht. Er war jedoch nicht so oft im Radio, als dass man ihn nicht mehr hören möchte. Im Gegenteil. Man wünscht sich eigentlich mehr Mut zu besonderen Songs in den Musikredaktionen der Republik. Julia Biel würde sich anbieten, denke ich. Und über ihre Bühnenpräsenz wird unter Veranstaltern ganz offen geschwärmt. Das verspricht einen tollen Festivalsommer 2015.

Biel, Tochter einer Deutschen und eines Südafrikaners, ist übrigens auch hierzulande durchaus unterwegs, schmückt aber vor allem zahlreiche europäische Jazzfestivals. Bereits 2000 erhielt sie den Preis „Perrier Vocalist of the Year“. 2006 war sie zudem für den BBC Jazz Award nominiert. Dabei wird`s nicht bleiben. Wie gesagt: Wer sie einmal hörte, ist voll des Lobes. Und Sie sind bestimmt auch bald dabei. Versprochen.

Julia Biel: Love Letters And Other Missiles (CD)
Label: Rokit
Erscheinungsdatum: 06.02.2015

Track Listing
1. When The Sun Goes In
2. Nobody Loves You Like I Do
3. We Watch The Stars
4. Licence To Be Cruel
5. Til Tonight
6. You Made Me Write A Love Song
7. Secret Party
8. Little Girl
9. You Do My Head In
10. Playing You
11. Out Of Control
12. Fallen

Video: Julia Biel “Nobody Loves You Like I Do”

Abbildungsnachweis:
Header: Julia Biel. Foto: Marc Cant
CD-Cover

JazzMe - In Kooperation mit Christoph Forsthoff, Sabine Meinert, Sven Sorgenfrey und Willy Theobald. Weitere CD-Kritiken, Interviews und Informationen aus der Welt des Jazz unter AboutJazz.

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > CDs JazzMe > Julia Biel: Love Letters and Other Missiles

Mehr auf KulturPort.De

„God’s Own Country”. Das unerwartete Ende der Einsamkeit
 „God’s Own Country”. Das unerwartete Ende der Einsamkeit



„Eine innige, aber zugleich schroffe Liebesgeschichte” nennt Francis Lee seinen Film. „God’s Own Country”, das sind große gewaltige Gefühle in Nahauf [ ... ]



Matthias Schriefl mit Shreefpunk plus Bigband: Europa
 Matthias Schriefl mit Shreefpunk plus Bigband: Europa



Das Thema „Europa“ mit einem Wiener Schnitzel zu beginnen und dann auch noch mit einem schlecht schmeckenden, ist allein schon Punk. Shreefpunk ist aber wede [ ... ]



Kopf-Hörer 17 – Sammlung im Herbst
 Kopf-Hörer 17 – Sammlung im Herbst



Ein erstaunliches, packendes Violin-Debüt von Noa Wildschut, melancholische Pavanen für Gambe, Laute und Emma Kirkby, frappierende 600 Jahre junge Neutöner mi [ ... ]



Neues Zentrum für zeitgenössische Kunst im Baltikum
 Neues Zentrum für zeitgenössische Kunst im Baltikum



2021 wird in Riga das erste Museum für Gegenwartskunst in Lettland und somit ein neues Zentrum für zeitgenössische Kunst im Baltikum eröffnet. Als ehemalige  [ ... ]



Das ist Hamburg! 10. Spielzeit im Hansa-Theater: Magie, Charme, Eleganz
 Das ist Hamburg! 10. Spielzeit im Hansa-Theater: Magie, Charme, Eleganz



Man musste wirklich zwei Mal hinsehen, um sie zu erkennen: Als Bob-Marley-Verschnitte, mit langen, schwarzen Dreadlocks, grün-gelb-rot gestreiften Mützen und r [ ... ]



Hudson (Jack DeJohnette, Larry Grenadier, John Medeski, John Scofield): Hudson
 Hudson (Jack DeJohnette, Larry Grenadier, John Medeski, John Scofield): Hudson



Unter dem Bandnamen „Hudson” haben sich mit Jack DeJohnette, Larry Grenadier, John Medeski und John Scofield vier großmächtige Jazzmusiker zusammengetan, d [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.