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Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt

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Geschrieben von Carolin Peiseler  -  Samstag, den 18. September 2010 um 16:02 Uhr
Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt 4.2 out of 5 based on 27 votes.
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Harbour Front - Sehnsucht und Hafen – das passt gut zusammen. Man guckt auf die Elbe und reist ein paar Sehnsuchtsaugenblicke an Bord eines der Containerschiffe mit.

Das Phänomen „Sehnsucht“ im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals wurde am 17. September denn auch in unterschiedlichsten Facetten beleuchtet. Ganz pragmatisch mit Workshops z.B. zum Thema „Gefahren der Sehnsucht“ anhand der Elbphilharmonie und höchst unterhaltsam im Gespräch zwischen John von Düffel und Rainer Moritz.
Workshops mit Sehnsuchts-Kennern

Nachmittags hatte man die Chance in diversen Workshops, mit interessanten Sehnsuchts-Kennern über deren Erfahrungen und über eigene Vermutungen zu sprechen. So sprach beispielsweise Tessa Beecken aus dem Leitungsteam der Elbphilharmonie über die Gefahren der Sehnsucht. Ein Themenschwerpunkt, den sie sich nicht selbst ausgesucht hatte, dem sie sich aber kompetent und sehr charmant im lockeren Gespräch stellte.

Von der Verantwortung, die man durch die Kommunikation der eigenen Sehnsucht übernimmt, wurde gesprochen. Von der Gefahr, die geweckten Erwartungen bei begeisterten Partnern nicht im erwarteten Umfang oder Zeitrahmen zu erfüllen. Von der Vision, in Hamburg der Musik mehr Raum und mehr gelebte Präsenz zu geben. Sie als selbstverständlichen und einfach als beglückendes Element im Leben jedes einzelnen zu etablieren. Aber Tessa Beecken berichtete auch von der wachsenden Komplexität der Aufgaben, der Neigung zur Selbstausbeutung, von Fremdeinflüssen und frustrierenden Presseartikeln. Das sind dann die Momente, an denen Sehnsucht schmerzhaft an der Realität schrammt und nicht Reibungswärme erzeugt sondern emotionale Wunden hinterlassen kann.

Auch die anderen Workshops, die in Kooperation mit Common Purpose e.V. zeitgleich stattfanden, boten spannende Gesprächspartner: Tina Heine & Nina Sauer erzählten als Initiatorinnen des Elbjazz Festivals von ihrer Leidenschaft für dieses neue und hochkarätige Event, Claus Heinemann von Gebrüder Heinemann berichtete über die Wechselwirkungen von Tradition in einem Familienunternehmen, Kai Wiese präsentierte seine Idee eines Integrationshotels in der HafenCity und Hauptpastorin Dr. Ulrike Murmann referierte über das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Werten.



 

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