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Veranstaltung
- Titel:
- Nikolas Darnstädt: "Lügen!"
- Wann:
- 23.04.2012 - 25.04.2012 20.00 Uhr
- Wo:
- Hamburger Sprechwerk - Hamburg
- Kategorie:
- Theater + Tanz
Beschreibung
Mit: Rosa Thormeier. Regie: Nikolas Darnstädt. Live-Musik: "Nicht".
Heute wollen wir kollektiv Lügen. Wir werden behaupten unser Stück sei großartig und Sie werden behaupten, Sie fänden das auch. Zweifler werden ihre Zweifel der eigenen Beschränktheit zuordnen, ebenfalls Lügen und sagen, Sie fänden das Stück brillant. Den Anfang mache ich, in dem ich das Stück auf dem Spielplan als grandioses avangardistisches Theater ankündige. Verstanden? Ich hoffe es.
Denn, wenn nicht dann Lügen Sie um die Wahrheit zu vertuschen. Sie finden das Stück ist nicht sehenswert? Sie Lügen doch!!! Ich habe Sie neugierig gemacht.
In zehn Szenen werden dem Zuschauer in „LÜGEN“ Menschen vorgestellt, die sich im Identitätskonflikt mit der Außenwelt befinden. Da ist der Mahler, der die Menschen in seiner Umgebung nicht mehr fassen kann, das Paar das keine Verbindung zum Rest der Welt spürt, der Liebende, der mit dem Vorwurf konfrontiert wird seine Geliebte nie verstanden zu haben, hinzu kommt der Tadel ein falsches Bild von sich selbst abgegeben zu haben. Und nicht zuletzt das Mädchen, welches nach ihrem Scheintod feststellen muss, das keiner ihrer Angehörigen sie je richtig gekannt hat.
In Szene 9. wird das, die Außenwelt verschmähende, Individuum mit der Menschenliebe dieser konfrontiert. Die ignorante Bosheit der Außenwelt wird als eine Projektion des Einzelmenschen enttarnt. Also hat das Individuum gelogen und wird von der übrigen Welt zu Recht als Lügnerin dekliniert? Nein, denn es handelt sich hier um Wahrnehmung, welche Gefühlen zugrunde liegt und „Gefühle sind nicht Konkret“. Die Gefühlswelt eines jeden funktioniert anders und trotzdem sind die Gefühle aller wahrhaftig und verdienen es erhört zu werden, wie uns der verzweifelte Einzelne immer wieder zu erklären versucht. In unserer postpubertären Gesellschaft glaubt jeder falsch wahrgenommen und nicht verstanden zu werden, insofern dokumentiert LÜGEN den aktuellen Identitätskonflikt der Generationen. Eine Thematik, die sich gerade in der Generation der jetzt 50-Jährigen einer großen Aktualität erfreut. Die Ironie ist, dass das Stück von einem 17-Jährigen geschrieben und inszeniert wurde. Insofern ist das Stück vielleicht als Hommage an die Elterngeneration zu verstehen.
Getragen werden die zehn Szenen von der zutiefst auratischen Livemusik der Band NICHT. Zwischen den durch die Schauspielerin Rosa Thormeyer interpretierten Monologen und der Band NICHT entsteht eine laute, pulsierende Synergie. Die Band NICHT packt einen emotional bei der Gurgel und lässt einen dann in das Gedankengewirr von LÜGEN fallen.
Der 17-Jährige Regisseur und Autor Nikolas Darnstädt ist ein Allround-Künstler, vor einem Jahr gründete er zusammen mit Robert Lüngen das Musik Duo „NICHT“. Wenn er die Inszenierung von LÜGEN abgeschlossen hat, will er einen modernen Stummfilm produzieren. Neben Schule und Bandproben arbeitete er bereits an etlichen Produktionen u.a. des Thalia Theaters mit.
Die Hauptdarstellerin Rosa Thormeyer hat bisher in den Serien Notruf Hafenkante und Zoko Wisma, sowie dem Film „der verlorene Sohn“ mitgespielt. Des Weiteren spielte sie etliche Rollen im Jugendklub des Staatstheaters Hannover.
Regieassistent ist der angehende Schauspielstudent Moritz Hisznauer. Er arbeitete bereits in nahezu allen Bereichen der Film und Theaterbranche. Er spielte in verschiedenen Inszenierungen des Hamburger Schauspielhauses z.B. „Herr der Fliegen“ mit.
(Autorin: Katharina Gerszewski)
Kartenpreise: VVK: 8 Euro, keine Ermäßigung (ggf. mit VVK-Gebühren). AK: 10 Euro, keine Ermäßigung.
Heute wollen wir kollektiv Lügen. Wir werden behaupten unser Stück sei großartig und Sie werden behaupten, Sie fänden das auch. Zweifler werden ihre Zweifel der eigenen Beschränktheit zuordnen, ebenfalls Lügen und sagen, Sie fänden das Stück brillant. Den Anfang mache ich, in dem ich das Stück auf dem Spielplan als grandioses avangardistisches Theater ankündige. Verstanden? Ich hoffe es.
Denn, wenn nicht dann Lügen Sie um die Wahrheit zu vertuschen. Sie finden das Stück ist nicht sehenswert? Sie Lügen doch!!! Ich habe Sie neugierig gemacht.
In zehn Szenen werden dem Zuschauer in „LÜGEN“ Menschen vorgestellt, die sich im Identitätskonflikt mit der Außenwelt befinden. Da ist der Mahler, der die Menschen in seiner Umgebung nicht mehr fassen kann, das Paar das keine Verbindung zum Rest der Welt spürt, der Liebende, der mit dem Vorwurf konfrontiert wird seine Geliebte nie verstanden zu haben, hinzu kommt der Tadel ein falsches Bild von sich selbst abgegeben zu haben. Und nicht zuletzt das Mädchen, welches nach ihrem Scheintod feststellen muss, das keiner ihrer Angehörigen sie je richtig gekannt hat.
In Szene 9. wird das, die Außenwelt verschmähende, Individuum mit der Menschenliebe dieser konfrontiert. Die ignorante Bosheit der Außenwelt wird als eine Projektion des Einzelmenschen enttarnt. Also hat das Individuum gelogen und wird von der übrigen Welt zu Recht als Lügnerin dekliniert? Nein, denn es handelt sich hier um Wahrnehmung, welche Gefühlen zugrunde liegt und „Gefühle sind nicht Konkret“. Die Gefühlswelt eines jeden funktioniert anders und trotzdem sind die Gefühle aller wahrhaftig und verdienen es erhört zu werden, wie uns der verzweifelte Einzelne immer wieder zu erklären versucht. In unserer postpubertären Gesellschaft glaubt jeder falsch wahrgenommen und nicht verstanden zu werden, insofern dokumentiert LÜGEN den aktuellen Identitätskonflikt der Generationen. Eine Thematik, die sich gerade in der Generation der jetzt 50-Jährigen einer großen Aktualität erfreut. Die Ironie ist, dass das Stück von einem 17-Jährigen geschrieben und inszeniert wurde. Insofern ist das Stück vielleicht als Hommage an die Elterngeneration zu verstehen.
Getragen werden die zehn Szenen von der zutiefst auratischen Livemusik der Band NICHT. Zwischen den durch die Schauspielerin Rosa Thormeyer interpretierten Monologen und der Band NICHT entsteht eine laute, pulsierende Synergie. Die Band NICHT packt einen emotional bei der Gurgel und lässt einen dann in das Gedankengewirr von LÜGEN fallen.
Der 17-Jährige Regisseur und Autor Nikolas Darnstädt ist ein Allround-Künstler, vor einem Jahr gründete er zusammen mit Robert Lüngen das Musik Duo „NICHT“. Wenn er die Inszenierung von LÜGEN abgeschlossen hat, will er einen modernen Stummfilm produzieren. Neben Schule und Bandproben arbeitete er bereits an etlichen Produktionen u.a. des Thalia Theaters mit.
Die Hauptdarstellerin Rosa Thormeyer hat bisher in den Serien Notruf Hafenkante und Zoko Wisma, sowie dem Film „der verlorene Sohn“ mitgespielt. Des Weiteren spielte sie etliche Rollen im Jugendklub des Staatstheaters Hannover.
Regieassistent ist der angehende Schauspielstudent Moritz Hisznauer. Er arbeitete bereits in nahezu allen Bereichen der Film und Theaterbranche. Er spielte in verschiedenen Inszenierungen des Hamburger Schauspielhauses z.B. „Herr der Fliegen“ mit.
(Autorin: Katharina Gerszewski)
Kartenpreise: VVK: 8 Euro, keine Ermäßigung (ggf. mit VVK-Gebühren). AK: 10 Euro, keine Ermäßigung.
Veranstaltungsort
- Ort:
- Hamburger Sprechwerk - Website
- Straße:
- Klaus-Groth-Str. 23
- PLZ:
- 20535
- Stadt:
- Hamburg
- Bundesland:
- Hamburg
- Land:
-
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