Spezial - Braunschweig Classix 2010

Spezial - Harbour Front Literaturfestival 2010

Spezial - Filmfest Hamburg 2010

Kultur Event Kalender

<<  August 2010  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
      
     

Wer ist online?

Wir haben 600 Gäste online

Kultur-Port.De Community Login

Neue Kommentare

Berit Haak zu Begegnung mit Nikola Anne Mehlhorn: Mein Lob an die Redaktion: Ein sehr interessanter...
Verena Stolz zu Begegnung mit Nikola Anne Mehlhorn: Hey,
die Frau schreibt gräßliche Bücher...

Vera Mangold zu Internationales Symposium für Buddhismus & Ethik: Endlich hat sich jemand dem Thema angenommen und ...
Marina zu Begegnung mit Nikola Anne Mehlhorn: Interessanter Fall: Ich mag die Bücher nicht, ke...
kleta zu Neuer Service für öffentliche Führungen über die Baustelle Elbphilharmonie: Prima...
Peter Gudelius zu Groothuis, Lohfert gründen neuen Verlag in Hamburg: CORSO: Lieber Herr Groothuis, lieber Herr Lohfert,
...

Aktuelle Kultur Veranstaltungen

Spezial - Lange Nacht der Museen 2010

Spezial - Hamburger Klangwerktage 2009

Banner

Architektur
Die Quadratur des Kreises: Moscheen traditionell und modern Drucken E-Mail
(447 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Geschrieben von: Claus Friede   
Sonntag, den 21. Juni 2009 um 19:04 Uhr
Foto: © Wilfried Dechau - Moschee in Penzberg/Bayern
(Foto: © Wilfried Dechau - Moschee in Penzberg/Bayern)

Eines der Highlights des Kapitels „Sakraler Raum“, den der Hamburger Architektur Sommer 2009 offeriert, führt die Interessierten nach Schleswig-Holstein.
Mit einer Doppelausstellung eröffnete das Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe seinen Beitrag mit „Mimar Sinan – Meister islamischer Sakralbaukunst“ sowie „Moscheen in Deutschland“.

Mimar Sinan, von dem man die genauen Geburts- und Todesdaten nicht kennt, jedoch anhand von Dokumenten schätzen kann, dass er von ca. 1489 bis 1588 im Osmanischen Reich lebte, gilt als der bedeutendste Baumeister islamischer Architektur. Mit gut 100 gebauten Moscheen wurde er als „Michelangelo des Orients“ bezeichnet und dies, wie man in der Ausstellung sehen kann, zu Recht. Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt/M. stellte die Exponate, die Auskunft über vier der wichtigsten Moscheebauten Sinans geben, zur Verfügung. Wolfgang Voigt, Vizedirektor des DAM bezeichnete diese Präsentation dann auch als beispielgebend, weil die italienischen Professoren Augusto Romano Burelli und Paola Gennaros, die über viele Jahre hinweg sich mit den Bauten Sinans beschäftigt haben und auf deren Zeichnungen die Ausstellung basiert, verdienstvoll die „Loslösung von der seit dem 19. Jahrhundert üblichen abendländisch-eurozentristischen Sehweise“ gelungen sei.

 

Die farbigen und unterschiedlichen sowie großformatigen Zeichnungen filtern das architektonische Destillat des islamischen Baukünstlers und weisen deutlich nach, dass Sinan keine Kopien der byzantinischen Architektur herstellte, vielmehr verfeinerte er diese. Ihm gelang es, jene Fehler zu vermeiden, die noch heute an der Hagia Sophia evident sind: klobige Stützkörper, verbaute Fassaden, um einen (erneuten) Zusammensturz der großen Kuppel zu vermeiden. Mehr noch schaffte es Mirmar Sinan, eine unglaubliche bauästhetische Harmonie zu verwirklichen, indem er die Verteilung der Lasten verschleierte. Kuppel auf Rechteck - Kreis auf Quadratur gehörten zu den schwierigsten Aufgaben die es damals in der Architektur und dem Ingenieurwesen gab. Seine Bauwerke sowie deren architektonische Details enthalten immer wieder Paradoxien, Überschreitungen klassischer Kodices und wirken als ob sie sich gegen jedwede euklidische Geometrieauffassung behaupten könnten. Ganz deutlich zu sehen ist dies bei seinem Meisterwerk, der „Selimiye-Moschee“ in Edirne, der ehemaligen Hauptstadt des Osmanischen Reichs, dicht an der griechischen Grenze gelegen. Die mächtige und von vier Minaretten umgebene Moschee ist der Höhepunkt im Schaffen: das Testament Sinans.
 

 



 

Beliebte Kunst und Kultur Artikel


toolbar powered by www.mit3xxx.de