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Nachlese: Jazz-Picknick auf den Marco-Polo-Terrassen Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Carolin Peiseler   
Donnerstag, den 27. August 2009 um 12:50 Uhr
Nachlese: Jazz-Picknick auf den Marco-Polo-Terrassen

Im Sommer-Sonnnenschein glitzerndes Wasser, weiter Blick bis zu den Containerkränen des Hafens und Chill-out-Musik vom Feinsten in den Ohren: So entspannt kann Hamburg sein!
Der 23. August in der HafenCity mit individuell organisiertem Sonntags-Picknick in gutgelaunter Runde hatte eindeutig Kult-Potential. Ganz nebenbei erlebte man hier, was Jazz (unter anderem) ist: Menschen kommen zusammen und haben eine gute Zeit. Es gelten keine normierten Regeln, aber ein klares Bekenntnis zum stilvollen Umgang miteinander.

Keinen besseren Ort hätten sich die beiden Veranstalterinnen Tina Heine und Nina Sauer aussuchen können, um die Hamburger für ihr großes Projekt „Elbjazz“ zu interessieren. Am 28. und 29. Mai 2010 soll es damit ganz groß losgehen: auf 10 Bühnen mit rund 30 Konzerten. Der Appetizer dazu am Sonntag, im Herzen der HafenCity mit Open-Air-Live-Musik von so Gruppen wie den Ballroom Buskers und Jonatha Brooke, wirkte dagegen noch wie ein angenehm unaufgeregter, liebenswerter Treff unter Freunden. Und gibt es etwas Schöneres?

Mit seiner hinreißenden Leichtigkeit und dem familiären Charme steckte das Jazz-Picknick in Minutenschnelle jeden an, der sich auf den Marco-Polo-Terrassen niederließ. Dem Namensgeber der Location angemessen, gingen die Gedanken schon bald auf Reise. Idealer „Reisebegleiter“ der selig Träumenden, Schmausenden, Lachenden war stets die Musik. Temperamentvoll-rhythmisch und romantisch-melodiös kamen Latin und Soul des Roland Cabezas Trios rüber. Gut gelaunt und authentisch die Grooves von B’Three. Es war zu spüren, dass auch die Künstler mit Vergnügen bei der Sache waren!

Für ein wundervolles Wieder-Hören von Jazz-Klassikern ob von Schellack, Vinyl, CD oder iPod war zwischenzeitlich der Musikkenner und Redakteur Götz Bühler verantwortlich. Angenehm, mit wie wenig Technik man auskommen kann. Ganz ohne große Bühnenshow oder Pyrotechnik. Einfach nur gute Musik pur. Und das gänzlich unkommerzialisiert. Bei freiem Eintritt und ohne aufdringliche Werbebanner von Sponsoren. Sicher einer der Erfolgsfaktoren für die überall erkennbaren „good vibrations“. Entspannte Stimmung lebt eben entscheidend davon, dass man einfach den Augenblick genießen darf und nicht das Gefühl hat, manipuliert oder abgezockt zu werden.

Die Picknicker auf der Terrasse hielt es noch lange an dem zauberhaften Fleckchen, denn als die Sonne hinter Hamburgs spektakulärer Elbphilharmonie-Baustelle untergegangen war, zeigte die Hamburger Gruppe „A Wall Is A Screen“ als cineastischen Schlusspunkt des gelungenen Events Kurzfilme zum Thema „Jazz“. Nirgends in Hamburg kann es an diesem Tag schöner gewesen sein! Dieser Sommernachmittag, der bis in den späten Abend ging, lässt die Vorfreude wachsen auf die nächsten Coups der ELBJAZZ-Crew: das Schnupper-Event „Hot Docks“ Anfang 2010 und schließlich dem ganz großen Wurf, mit dem ELBJAZZ im Mai…

Weitere Informationen zur Festivalplanung unter: www.elbjazz.de.
Fotos: Stefan Heine

Carolin Peiseler lebte zunächst in München und Freiburg. Seit 1998 arbeitet sie als PR-Managerin und Texterin in Hamburg.

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