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Hamburger Klangwerktage

SOUNDS OF THE GLOBAL VILLAGE

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Geschrieben von: Hamburger Klangwerktage   
Freitag, den 20. November 2009 um 11:53 Uhr
Liebe Freunde der Hamburger Klangwerktage, Ein besonders spannender Programmpunkt der Hamburger Klangwerktage ist die Erforschung der elektronischen Musik und das Ausloten neuer klanglicher Möglichkeiten auf der Basis von Netzwerken.
 
Hierzu hat das Festival experimentierfreudige Musiker wie Andrea Cera aus Genua (Italien), das European Bridges Ensemble (Hamburg/Münster/Belgrad/Budapest/Wien) oder das Ensemble WireWorks (Hamburg) eingeladen. Zur Eröffnung am 22.11. um 18.30 Uhr wird es die Raumklang-Komposition Troposphères von Sascha Lino Lemke zu hören geben, die das Ensemble Resonanz aus Hamburg aufführen wird: das Stück für 13 Streicher und Elektronik gehört zur Installation der Architekturklasse der HCU/HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. L.E.O. Eckhardt. Die Installation füllt den riesigen Vorraum auf Kampnagel und besteht aus Rohren und Projektionen, die von den im Raum verteilten Musikern klanglich vervollständigt werden. Die Installation ist außerdem von Montag, 23.11., bis Mittwoch, 25.11., von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr hör- und erlebbar.

Andrea Cera fragt sich in seinem Projekt An Invisible Line (Eröffnung am 22.11. um 18:30 Uhr), wie sich zwei Menschen durch unmittelbare, computerisierte Abbildung ihrer Bewegungen "aufeinander abstimmen" (oder dessen Gegenteil) können? Zwei weit voneinander entfernte Teilnehmer, die sich bei den Hamburger Klangwerktagen, in Genua oder in Paris befinden, treten über eine Netzwerkverbindung in einen nonverbalen Kontakt. Das gesamte Ereignis, in dessen Zentrum die Erforschung von Resonanz steht, wird von Klang geleitet. An Invisible Line ist während des gesamten Festivals vom 22. - 27.11. 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr, mit Ausnahme des 26.11., geöffnet. Zusätzliche Termine zur Besichtigung der Installation sind außerdem Mittwoch, 25.11., 14:00 Uhr und Freitag, 27.11., 16:00 Uhr.

Das European Bridges Ensemble ist ein Ensemble für vernetzte Multimediaperformance. Hierbei bezieht sich das Wort "vernetzt" auf zwei unterschiedliche Phänomene: Zum einen bedienen die Spieler Computer, die über ein Netzwerk miteinander verbunden sind und von diesen durch so genannte Controller (Keyboards, Tastaturen, Sensoren) generierte Daten austauschen, zum anderen verweist der Begriff auf die Vernetzung der einzelnen Medien untereinander. So können etwa visuelle Prozesse musikalische steuern und umgekehrt. Beim Konzert am 23.11. um 21.00 Uhr spielt das Ensemble vier Uraufführungen von 2009 entstandenen Stücken junger Komponisten. Im Bewusstsein der technischen Herausforderung, die in der Aufführung elektroakustischer Musik liegt, hat sich WireWorks als flexibles Ensemble formiert. Technologie ist jedoch nie Selbstzweck, sondern integraler Bestandteil eines zeitgenössischen musikalischen Ausdrucks, der Tonbandmusik, Improvisation, Mikrotonalität und Musiktheater mit einschließt.

Beim Konzert am 24.11. um 19.00 Uhr setzt das Ensemble WireWorks auf das Thema Pulsationen. Es wurden Stücke von Lois Vierk, Silvia Matheus, Benjamin Scheuer, Olga Neuwirth, Pedro Rebelo, Georges Aperghis und Georg Hajdu ausgewählt, die sich durch starke rhythmische Gesten auszeichnen.

Die deutsche Erstaufführung von Blueprint von Georg Hajdu hat sich anlässlich des 100. Geburtstags der israelischen Metropole Tel Aviv eines architektonischen Themas angenommen und schlägt so Brücken zu anderen Veranstaltungen des Festivals. Im Rahmen des Musikvermittlungsprojekts Klangradar 3000 / Klangwellen diente Georg Hajdus Komposition "Blueprint" SchülerInnen des Gymnasiums Hittfeld als Inspirationsquelle für eine eigene Komposition, die unter der Anleitung des Komponisten Jürgen Hall zwischen August und November diesen Jahres entstanden ist. Die SchülerInnen werden ihre Komposition am 24.11. um 18:00 Uhr auf Kampnagel vor dem Konzert des Ensemble WireWorks, bei dem ebenfalls "Blueprint" zu hören sein wird, aufführen.

Wir möchten Sie außerdem in unsere Film-Lounge in der Meisterbude im Kampnagel Foyer einladen. Dort präsentieren die Hamburger Klangwerktage 2009 in Kooperation mit dem Musikfilmfestival UNERHÖRT! und nmzMedia folgendes Filmprogramm:

Montag, 23.11., 17:00 Uhr Aufbruch ins Innere - Der Komponist Matthias Pintscher
Dienstag, 24.11., 17:15 Uhr Abenteuer Neue Musik. Markus Hechtle: "Screen". "Ungesicherte Töne" - Neue Musik in der Schule
Mittwoch, 25.11., 17.00 Uhr György Kurtág. Die Töne müssen im Gedächtnis bleiben
Freitag, 27.11., 17:00 Uhr Wenn die Zahnräder Menschen sind ... Das Klavierkonzert von György Ligeti

In den Konzertpausen und nach den Konzerten werden außerdem folgende Filme im Loop gezeigt:

Into Jo'burg. Einführung. (nmzMedia)
Donaueschingen 2008. Ein Web-Feature. (nmzMedia)
Lust auf Neues?! Meisterkurs der Vokalmusik des 20. und 21. Jahrhunderts mit Maria Husmann. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ZeitZeichen
Chiffren 2008. Kieler Tage für Neue Musik. (nmzMedia)
Parkmusik 2008. (nmzMedia)

Wir freuen uns auf Sie! Das Team der Hamburger Klangwerktage

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