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Hamburger Klangwerktage

Eröffnung der 5. Hamburger Klangwerktage

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Geschrieben von: Hamburger Klangwerktage   
Donnerstag, den 25. November 2010 um 09:38 Uhr
Das Festival eröffnet am 25.11.2010 mit Matthias Kaul und den Schlagzeugern Matthias Engler, Johannes Fischer, Benny Greb, die das Kampnagel Foyer ohne ein einziges Schlagzeug zum Klingen bringen werden.

Anschließend spielen die Hamburger Symphoniker „Dharma at Big Sur“ von John Adams, mit Mari Kimura aus New York an der 6 saitigen E-Geige. Von der kalifornischen Küstenlandschaft Big Sur inspiriert, komponierte John Adams dieses imposante, farbenreiche und bewegende Orchesterwerk.

John Adams: “ Ich wollte den Moment ausdrücken, gewissermaßen den „Schock des Erkennens“, den man erlebt, wenn man das Ende der kontinentalen Landmasse erreicht. An der Atlantikküste scheint es die Luft mit ihrem Solegeschmack und dem salzigen Duft schon anzukündigen. An die kalifornische Küste zu gelangen ist ein unvergleichliches Erlebnis. Anstatt langsam ins Wasser überzugehen, fällt der westliche Festlandsockel hier jäh ab, oft aus schwindelerregender Höhe, wie an der Steilküste Big Sur, dem Abschnitt zwischen Santa Cruz und Santa Barbara. Hier zerschellen und brechen sich die Strömungen an der Küste in einem langsamen, trägen Rhythmus von furchteinflößender Kraft. Beim Neuankömmling ruft diese erste Begegnung einen zutiefst körperlichen, auf sehr komplexe Weise emotionalen Effekt hervor“

Außerdem spielt das Orchester , said the shotgun to the head, für Sprecher, Sprechchor und Orchester Von Thomas Kessler, auf einem Gedicht von Saul Williams, der seine Poetry selber ins Mikro rappen wird.
Die Stimme führt wie ein roter Faden, zwischen Lyrik und Sprechgesang, sozusagen atemlos durch das ganze Stück und wird nur selten durch kurze Orchestereinbrüche gestoppt. ", said the shotgun to the head" erzählt von Dämonen und Gottheiten, von Katastrophen und Erlösung, von Verzweiflung und Liebe und ist trotz seiner politisch aktuellen Brisanz eigentlich ein großes, episches Liebesgedicht in einer wunderbar bildreichen Sprache voll mit Symbolen, Erinnerungen und Hoffnungen.
Begleitet wird Saul Williams von einer Gruppe jungendlicher Hamburger Rapper.

Mit der Raum – Klang Installation "Verflochten ist das Geflecht", wird der erste Abend des Festivals seinen Ausklang finden.

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